Der Streit um den Tour-Rauswurf landet vor Gericht: Die Sängerin fordert mehr als 2,8 Millionen Dollar und wirft dem Rapper Hetze aus Publicity-Gründen vor.

Dallas (map) - Der Konflikt zwischen den US-Künstlern M.I.A. und Kid Cudi geht in die nächste Runde. Nachdem Cudi die Sängerin Anfang des Monats von seiner Rebel Rangers Tour als Voract ausgeschlossen hatte, reagiert M.I.A. nun mit einer Klage über mehr als 2,8 Millionen US-Dollar.

Wie aus einer am 29. Mai bei einem kalifornischen Gericht eingereichten Klageschrift hervorgeht, wirft M.I.A. dem Rapper vor, gegen bestehende Vereinbarungen verstoßen zu haben. Demnach habe Cudi ihre politischen Ansichten bereits vor Tourbeginn gekannt. Der spätere Ausschluss sei daher nicht überraschend erfolgt, sondern aus Publicity-Gründen inszeniert worden.

Die Sängerin argumentiert außerdem, ihr Vertrag habe ihr ausdrücklich das Recht eingeräumt, sich auf der Bühne frei zu äußern. Durch den Rauswurf seien ihre vertraglichen Rechte verletzt sowie ihre geschäftlichen Chancen und ihr Ruf beschädigt worden. Aus M.I.A.s Team heißt es, Cudi habe mit diesem Schritt versucht, die künstlerische Meinungs- und Redefreiheit einzuschränken. Zudem handele es sich um eine Hetzkampagne, in der die Aussagen der Sängerin bewusst verdreht würden. Hintergrund seien demnach angeblich enttäuschende Ticketverkäufe der Tour gewesen.

Buhrufe, Kritik und der Tour-Ausschluss

Auslöser war ein Auftritt der Sängerin in Dallas am 2. Mai, bei dem es zu einem viralen Wutausbruch kam. Sie gab an, dass sie gecancelt wurde, da sie eine braunhäutige Republikanerin sei, und machte Kommentare über mögliche illegale Einwanderer im Publikum.

Daraufhin zog Kid Cudi Konsequenzen und erklärte, M.I.A. werde nicht länger Teil der Tour sein. Zur Begründung sagte der Rapper, er wolle niemanden auf seiner Tour haben, der mit beleidigenden Bemerkungen seine Fangemeinde verärgere.

Ob M.I.A.s Forderung in Höhe von 2,8 Millionen Dollar vor Gericht Bestand haben wird, ist derzeit offen. Fest steht jedoch, dass der öffentliche Streit zwischen den beiden Künstlern weiter eskaliert. Tatsächlich stellt sich die Frage, wie überraschend solche Aussagen für Cudi und seine Fans überhaupt kommen. M.I.A. ist in den vergangenen Jahren als Trump-Unterstützerin immer wieder mit problematischen Aussagen und der Verbreitung von Fehlinformationen aufgefallen.

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