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Platz 15: 2022

Legenden (5 Punkte)

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High Level (3 Punkte)

Doechii: Wahrscheinlich die einzige, die langfristig in den Zwanzigern ins Legenden-Tier hochrücken könnte. Doechii ist eine Rapperin, die Leute ehrlich begeistert. Deine Nachbarn, Freunde und Kollegen hören Doechii. Sie hat Hits, sie hat kritisch beliebte Alben. Da könnte noch einiges kommen.

Solide Nische (2 Punkte)

Babyface Ray: Nicht gerade eine kommerzielle Macht, aber einer der Tonangeber in der sehr spannenden und kreativen Detroiter Trap-Szene. Seine Connections und Relevanz dort werden ihn noch ziemlich lange über Wasser halten.

KayCyy: Ganz ehrlich? Keine Ahnung, was bei dem so geht. Alle paar Jubeljahre kommt er mit einer EP voller absonderlicher und krass klingender Ideen aus dem Tran, featuret mit allen und lebt dann einfach weiter. Könnte sein, dass der nächstes Jahr eine Kollabo-EP mit Björk und den Beatles droppt, dann auf den Alben von Beyoncé, Drake und Billie Eilish auftaucht und trotzdem nicht die Million monatliche Hörer knackt.

One-Hit (1 Punkt)

Babytron: Es tut mir so leid, meinen Boy Babytron aus der soliden Nische runterzuleveln, aber sind wir ehrlich: Das ist alles eher schnell fade geworden. Es hat noch für einen kurzen Moment in den Charts und ein superstranges Eminem-Feature gereicht. Aber heute holt Babytron niemanden mehr hinter dem Ofen vor.

Kaliii: Vielleicht nicht ganz fair, schließlich hat sie seit ihren Hits auch einfach nichts gemacht. "Area Codes" oder "Toxic Chocolate" waren supergut und hatten einen sehr distinktiven Sound. Trotzdem: Vier Jahre Schaffenspause in diesen Zeiten ist für eine TikTok-Rapperin schon ein eher gewagter Move.

Cochise: Der hier ist an sich ein recht cooler Artist, der zufällig seinen seltsamen Rage-Track "Tell Em" viral gehen sah. Der kann schon etwas, steht aber auch ein bisschen zwischen den Stühlen, weil sein Genre-Hopping ihm eine stetige Fanbase verwehrt hat.

Nardo Wick: Dieser Floridaner wollte mit seinem ersten Album die Frage "Who Is Nardo Wick" beantworten. Die Antwort: der Typ, der diesen TikTok-Song mit dem Hochzählen gemacht hat. Wie hieß der noch gleich? Ach, genau: "Who Want Smoke"

SoFaygo: Einer der ersten, die zementiert haben, dass Rage ein Genre sein könnte. "Off The Map" war ein Riesenhit, Travis Scott hat SoFaygo unter Vertrag genommen, und heute? Taucht er kaum auf den Labelsamplern von denen auf. Unter Untergrundrap-Fans gilt es als Meme, dass es immer noch Leute gibt, die SoFaygo für next up halten.

Big30: Anscheinend war man bei XXL so begeistert von Pooh Shiesty, dass man im Folgejahr sofort die beiden aus seiner Rippe geformten Hänflinge Big 30 und Big Scarr aufs Cover geholt hat. Der hier hat sogar ein paar Hits gelandet, trotzdem: Seine Wikipedia-Seite leitet gerade auf das erste Pooh Shiesty-Mixtape weiter. Wie passiert sowas überhaupt?

Saucy Santana: Ich war so sicher, dass der nach dem Cover ein absoluter Kult-Favorit werden würde. Eigentlich ist er nämlich ziemlich fun. Aber irgendwie war es danach richtig mucksmäuschenstill um diesen Typen.

Kennt-absolut-keiner (-1 Punkt)

Big Scarr: Rest in Peace, aber das hier ist nochmal Big30, der nochmal Pooh Shiesty ist.

KenTheMan: Einer der dreistesten Rip-Off-Artists der letzten Jahre, der nie einen eigenen Hit hatte und wirklich einfach nur Assoziation mit Megan Thee Stallion geritten hat. Es müsste doch andere Rapper gegeben haben, oder?

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