Bruce Springsteen widmet sein Lied den ICE-Opfern Renée Good und Alex Pretti. Auch Billy Bragg und NOFX haben Anti-ICE Songs veröffentlicht. Unterdessen sagte Philip Glass die Uraufführung einer Symphonie im Kennedy Center ab.

Minneapolis (yac) - Bruce Springsteen hat gestern den Protest-Song "Streets Of Minneapolis" veröffentlicht. Der Track macht auf die Proteste gegen die Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis aufmerksam, nachdem deren Beamte am 7. Januar mit Renée Good die Mutter dreier Kinder und am 24. Januar den Krankenpfleger Alex Pretti töteten.

Im Songtext geht es u.a. um "König Trumps Privatarmee", die mit ihren "Besatzerstiefeln" auf den bürgerlichen Rechten herumtrampele. Auf seiner Webseite schreibt Springsteen: "Ich habe dieses Lied am Samstag geschrieben, gestern aufgenommen und es heute als Reaktion auf den staatlichen Terror in Minneapolis veröffentlicht. Es ist den Menschen in Minneapolis, unseren unschuldigen Nachbarn mit Migrationshintergrund und Alex Pretti und Renee Good gewidmet."

Auch der Folk-Punker Billy Bragg hat ein neues Stück als Tribut für die Protestierenden in Minneapolis herausgebracht. "City Of Heroes" hatte er nach der Ermordung von Alex Pretti innerhalb von 24 Stunden geschrieben, aufgenommen und veröffentlicht.

Mit "Minnesota Nazis" schließen sich NOFX den beiden an.

Seit mehreren Monaten halten die Proteste gegen ICE an, bislang haben mehrere Menschen bei gewaltsamen Übergriffen der maskierten Beamten ihr Leben verloren. Seither mehren sich auch im Musikbusiness Sympathiebekundungen für die Protestierenden, darunter Neil Young und Billie Eilish.

Unterdessen hat Philip Glass die Uraufführung seiner 15. Symphonie im Kennedy Center abgesagt. Das Thema der Symphonie sei Abraham Lincoln, doch das kürzlich umbenannte Kennedy Center stehe zur Zeit im Widerspruch zu den Werten seines Werks.

Das Kennedy Center wurde kürzlich umbenannt und trägt nun auch den Namen des aktuellen US-Präsidenten, dessen Nennung Glass wohlweislich vermied. Seit der Umbenennung haben diverse Kulturschaffende und Institutionen ihre ursprünglich dort geplanten Aufführungen abgesagt.

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Bruce Springsteen und NoFX

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4 Kommentare mit 10 Antworten

  • Vor 19 Stunden

    Wir haben so viele Kriege gemeistert, das Alles schaffen wir jetzt auch noch.

  • Vor 8 Stunden

    auch wenn ich Springsteen als Rampensau mag und seine Konzerte gerne besuche - aber man muss nicht zu allem und jedem seinen Senf dazu geben.

  • Vor 5 Stunden

    Wird ja nicht lange dauern, bis ihn Donald auf seine wie immer sehr staatsmännische Art als dummen Musiker, unrelevant und schon immer peinlich tituliert.

    • Vor 5 Stunden

      Hat er schon vor Monaten. Man verliert aber schnell den Überblick, was ja Teil seiner „Strategie“ ist.

    • Vor 5 Stunden

      Hat er doch schon. Die Sprecherin nannte due Nummer "random songs with irrelevant opinions and inaccurate information" Na, denn... :)

    • Vor 2 Stunden

      Nun ja, was Donald Trump ja nicht davon abgehalten hat, Musik dieses dummen, irrelevanten und schon immer peinlichen Musikers in seinen ursprünglichen Wahlkampf mit einzubinden, bis er vom Boss Post bekommen hat der Marke "Momentchen mal".
      Jetzt mal abgesehen davon, daß ich mich nicht erst seit gestern ernsthaft frage, wie ein Mensch, der auf der politischen Bühne Frisur, Lippen und Fäustchen zu "YMCA" schwingt, überhaupt beurteilen möchte, was dumm, irrelevant und schon immer peinlich ist.
      Gruß
      Skywise

  • Vor 3 Stunden

    Also, man sollte da nicht vorschnell sein. Es ist ja auch nicht toll für die Republikaner, wenn Nicht-Weiße neben ihnen existieren. Da muss man etwas Verständnis für die komplexe Lage haben. Und auch ein Donald Trump hat ein Recht, sich mittels seiner stets bedachten Privatarmee zu verteidigen. Finds mega-peinlich, wie viele Linke sich da bedingungslos auf die eine Seite stellen, nur um ein Ventil für ihren Hass gegen Menschen mit selbstgebräunter Hautfarbe zu bekommen.