Biggie steht Pate für den Titel, Fiddy für die Pose, und Babsi liefert auf "Mo' Money, Mo' Haters" ordentlich ab. "DUMAN" könnte jetzt wirklich kommen.
Mönchengladbach (dani) - Releases verschieben scheint gerade schwer im Trend zu liegen. Auf Summer Cems "DUMAN", das eigentlich einmal für heute angekündigt gewesen ist, werden wir wohl noch zwei Wochen warten müssen. Immerhin gibts zur Überbrückung eine Single. Für "Mo' Money, Mo'Haters" hat sich der Scorpion-Gangster nicht nur Inspiration bei Biggie, sondern auch Shirin David ins Boot geholt, und ... huch?
Das ist ja ... gut? Zugegeben: Ich hatte nicht sehr viel erwartet. An Summer Cem fand ich in den letzten Jahren eigentlich immer nur seine schartige Stimme bemerkenswert. Irgendetwas, das wirklich hängengeblieben wäre, hat er allerdings nicht geliefert. An Shirins letzten Auftritt hingegen erinnere ich mich recht gut, leider. Ich hab' durchaus verstanden, dass wie eine willkommene Option erschien, ihren Part aus diesem Blumengarten-Kitschkrieg-Heuler zu schneiden und gegen einen von Skepta auszutauschen. Absolut enttäuschend, dabei hatte ich sie davor für eine mindestens passable Performerin gehalten.
Reiche Menschen haben es schwer. Buhuhu.
Dass die tatsächlich in ihr steckt, beweist sie hier. Inhaltlich gibt ihr Part, diesbezüglich schenken sie und ihr Gastgeber sich nichts, zwar nichts her, das über das ewige Luxusproblem-Mimimi "Reiche Menschen haben es aber auch schwer, buhuhu" hinausginge. Bisschen Selbstbeweihräucherung dazu, fertig ist der Text. "Lyrics" würde ich das nicht nennen, "Message" schon gar nicht.
ABER - und jetzt kommt das dicke Aber: Hey, ist das diesmal lässig vorgetragen. Ich gehe so weit, zu behaupten: Das ist ihr am besten geflowter Part seit sehr langer Zeit. Die Optik mag befremden, Shirin scheint sich in den Kopf gesetzt zu haben, sich partout und möglichst schnell in ihre eigene Wachsfigur verwandeln zu wollen. Das ändert jedoch nichts daran, dass das hier überaus hörbar gerät.
Mach' den Fiddy!
Die Idee, Fiddys ikonische "In Da Club"-Pose zu kopieren, ist vermutlich so wenig auf ihrem eigenen Mist gewachsen wie ihre Zeilen. Aber, hey! Wir schreiben das Jahr 2026. Sich da drüber zu mokieren, dass Shirin David in vielerlei Hinsicht Hilfe in Anspruch nimmt, erscheint mir da auch mehr nicht wirklich zeitgemäß.
Ein Ziel hat sie jedenfalls schon wieder erreicht: Keine Sau redet über den angeblichen Hauptdarsteller dieser Show. Was soll man zu Summer Cems Part auch groß sagen? Klingt gut, läuft gut rein, er erzählt zwar nix, wirkt dabei aber absolut, als sei er Herr dessen, das er da tut. Trotzdem beschäftigt mich am meisten das Mysterium, wie ihm nur gelingen mag, in dieser Jacke nicht zu schmelzen.
Ein Strauß Lorbeeren für die Produktion
Einen Strauß Lorbeeren bekommen hoffentlich Geenaro und Ghana Beats überreicht. Ihre Produktion, ein Beat gewordenes Weinger-ist-mehr, tut, was ein Beat tun soll: Er trägt den Track und lässt den MCs Raum: eine angenehm unauffällige Oase im ewigen Ich-kann-opulenter-als-du-Epik-Battle.
Soweit meine 50 Cent zu diesem Track. Kollege David Laskowski sieht das möglicherweise ganz anders. Ziemlich sicher, sogar. Wie genau? Das erfahren wir, sobald er uns auseinandernimmt, was Summer Cems komplettes Album kann. "DUMAN" erscheint am 28. August. Stand jetzt, zumindest.

1 Kommentar mit 3 Antworten
Da hat der Laas aber wieder gekocht, ist auch grundsolide und fehlerlos weg geflowt. Gibt wenig zu meckern.
Auch wenn es mir persönlich wieder wenig originell daher kommt nen 50 Beat zu samplen und sich dann im Video kopfüber von der Decke hängen zu lassen.
Aber hey, manche würden es eine Hommage nennen.
"Egal, wie baba du bist, ich bin Barbara" Ok, nice.
Die Line ist mir auch positiv aufgefallen.
Korrektur meinerseits: ist ein Sample von Mobb Depps "Quiet Storm".
Ändert nix am Punkt der fehlenden Originalität an Titel und Video. Aber wie es im Beitrag schon steht, braucht man sich in 2026 auch nicht mehr darüber aufzuregen.