Platz 2: 2013

Legenden (5 Punkte)
⦁ Travis Scott: Es ist nicht so, als sei ich der absolute Travis-Ultra, aber wenn wir uns die Zahlen von "Rodeo" über "Astroworld" bis hin zu "Utopia" angucken: Der Kerl runnt das Game. Man kann es nicht leugnen. Er hat diese Goldilocks-Zone gefunden, so etwas wie ein Popcorn-Album-Artist zu sein. Jedesmal, wenn der droppt, ist es nicht weniger als ein Blockbuster.
High Level (3 Punkte)
⦁ Schoolboy Q: Unser Kollege schrieb letztes Jahr über das neue Schoolboy-Album die Tagline 'wieder verliebt', und man hats gecheckt. Natürlich ist vom ursprünglichen TDE-Raster außer SZA niemand je Gefahr gelaufen, an Kendricks Level heranzureichen. Aber Schoolboy ist schon dieser Artist, der mit seiner A$AP Rocky-Connection in Richtung Ostküste und einer Menge starker Projekte einen soliden zweiten Platz hält.
⦁ Chief Keef: Wenn auch nur inoffiziell Teil der Liste: Chief ist der Vater einer ganzen Rap-Generation. Sein unglaublicher und majestätisch ignoranter Run von den ersten Tapes und seiner kurzen kommerziellen Phase bis hin zu der experimentellen Gegenwart von "Thot Breaker" bis zu "Dirty Nachos"? Ohne Zweifel eine absolute Legende im Game.
⦁ Logic: Es fühlt sich so seltsam an, Logic direkt neben Keef zu stellen, aber das ist, was wir heute hier tun. Ja, Logic ist ein einfach abgeschriebener Rucksackrapper. Nichtsdestotrotz erstreckt sich seine Karriere von (wirklich konsistenten) Mainstream-Riesenerfolgen bis hin zu ein paar ehrlich respektablen Realkeeper-Projekten. Er ist ein bisschen für die Cornballs, aber das ist ja auch kein Verbrechen.
Solide Nische (2 Punkte)
⦁ Joey Bada$: Ich weiß, es gibt eine Menge absoluter Joey-Truther. Ich verstehe das. Aber sagen wir es, wie es ist: Von all den spannenden Crews am Ende der Blog Rap-Ära ist Pro Era definitiv das größte uneingelöste Versprechen. Nach dem Tod von Steez und dem ersten Projekt von Joey kam da einfach nichts mehr, das die anfängliche Grandeur gerechtfertig hätte.
⦁ Ab-Soul: Wenn wir es schon von Schoolboy hatten: Ab-Soul hat definitiv jedes Recht, ein Kult-Favorit genannt zu werden. Er hat eine wahnsinnig einzigartige Aura, als Rapper. Aber, ganz ehrlich: Gibt es ein wirklich essentielles Projekt von ihm, oder mögen Leute einfach nur die Vibes?
⦁ Action Bronson: Das Zwei Punkte-Tier ist gemein. Es gilt einerseits für respektabel relevante MCs, die einfach nie ganz den Sprung in den Mainstream geschafft haben. Ich will aber auch die Curren$ys und Yelawolfs hier abbilden, die sehr genau wissen, was sie sein wollen, und dann nicht arg viel größer ausholen. Action Bronsons Koch-Coke-Rap ist genau letzteres: kennt seine kleine Zielgruppe genau und zerlegt für die fachgerecht ein paar Vintage-Beats.
One-Hit (1 Punkt)
⦁ Trinidad James: Bei Rich Boy habe ich gesagt, dass es mir sehr schwer auf dem Herzen legt, One-Hits zu katalogisieren, deren einen Hit ich zu gerne mag. "All Gold Everything", einer der wahrlich glorreichsten und bescheuersten Flex-Songs aller Zeiten, ist genau so ein Fall. Aber dass danach nicht arg viel mehr gekommen ist, würde dir James selbst sofort zugestehen.
⦁ Kirko Bangz: "Drank In My Cup" ist der wesentlich weniger notorische One-Hitter. Aber dieser seltsame kleine Blip in eine Welt, in der Drake aus Houston kommt? Intruiging!
⦁ Angel Haze: Damals war ich in einer Bubble, die sehr begeistert von Angel Haze war. Ich checke immer noch, warum: Die hatte schon eine ganze Menge Swag, konnte supergut rappen, und die Musik hat auch gestimmt. Schade eigentlich, dass es mit ihr so verlaufen ist.
Kennt-absolut-keiner (-1 Punkt)
⦁ Dizzy Wright: Am Ende dieser absolut übermächtigen, ikonischen Freshman Class: ein Typ, der bei Hopsin gesignt ist. Lmao.
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