Seite 18 von 18

Platz 1: 2016

Legenden (5 Punkte)

High Level (3 Punkte)

Lil Uzi Vert: Die Gewinnerklasse hat in meinen Augen tatsächlich niemanden auf Legenden-Tier, sondern einfach nur die beste Ausbeute an Mainstream-Relevanten Artists und den perfekten Call für die Zukunft des Raps. Niemand steht dafür emblematischer als Lil Uzi Vert, dessen Mauzi-Kutte und Adlib-Game in der Cypher bis heute unvergessen ist.

Kodak Black: Dafür, dass diese Gruppe zuerst in Grund und Boden gehatet wurde, muss man sagen: Die hatten alle wahnsinnige Legs. Auch ein Kodak, der quasi zum unoffiziellen Säulenheiligen des Pain Raps geworden ist, hat sich, zumindest musikalisch, irre gut relevant gehalten. Es gibt heute quasi keinen Rapper in Florida, der nicht ein bisschen Kodak in seiner DNA hat.

21 Savage: Im Grunde kommerziell gerade der stetigste. Vom Avatar des Mumble-Raps ging er auf ganze Albumlänge ins Sparring mit Drake, gewann mit J. Cole einen Grammy und holte mit Metro Boomin einen weiteren. 21 ist so etwas wie die ultimative Darstellung eines Reifeprozesses in Rapmusik.

Lil Yachty: Aber niemand hätte damit rechnen können, was Lil Yachty so abreißt. Dass der erst ein rappender Musikjournalist wird, dessen Cosign essentiell für das Wachstum von Rapszenen von Detroit bis L.A. ist, bevor er ein Label gründet und dann Psychedelic Rock mit Magdalena Bay macht? Ich habe noch die Leute im Ohr, die dem Jungen prophezeit haben, dass seine fünfzehn Minuten schnell vergangen sein werden. Stand jetzt, dauern sie schon eine ganz schöne Weile.

Anderson .Paak: Ich vergesse immer, dass .Paak in dieser Gruppe war. Aber, ey: Er ist der Dr. Dre-Schützling, der auf dem "Detox"-Ersatz "Compton" mehr brilliert hat als Kendrick. Er hat ein ganzes Retro-Album mit Bruno Mars gemacht. Jetzt gerade macht er eine Serie über K-Pop (?) und ist anscheinend in Korea kommerziell wahnsinnig gefragt. Gönn dir ein Leben an erquicklichen Sidequests, du wahnsinnig talentierter Mann!

Denzel Curry: Neulich noch von unserem Main Man David interviewt? Das muss alle Relevanz doch belegen. Denzel ist ein quintessentieller Kult-Held und Album-Artist, der gerade auf Tour mit den Deftones unterwegs ist. Kaum ein Rapper zieht so genreübergreifend Fans an. Wenn man dieses Level Langlebigkeit beweist, braucht man keine Chart-Songs.

Solide Nische (2 Punkte)

G Herbo: Okay, im Vergleich zu manch anderem auf dieser Liste hat Lil Herb die wahrscheinlich unspannendsten Credentials. Aber auch er hat eine absolut solide und anhaltende Nische im Straßenrap gefunden und ist immer noch ein gern gesehener Gast, der so manchen Street-Song elevated hat.

Lil Dicky: Ist er der respektabelste Artist auf dieser Liste? Gott, nein. Ich finde seine Musik auch scheußlich. Aber der Kerl hat nun mal einfach die Nummer von jedem Artist der Welt in seinem Handy, hat einen Nummer-eins-Hit gelandet und von vorne bis hinten immer wieder virale Momente. Er ist der Marketing-Endboss, und nichts beweist das mehr, als dass er seine eigene Scheißmusik all die Jahre relevant halten konnte.

One-Hit (1 Punkt)

Desiigner: Wenn du den Typen mit dem eventuell größten Rapsong von 2016 als schwächstes Glied deiner Kette hast, dann macht deine Kohorte wohl definitiv etwas richtig. Aber ja, machen wir uns nichts vor: Da war nichts nach "Panda". Erst kürzlich hat er sich als Realkeeper-Real Hip Hop-Rapper neu erfunden. Wenig später stand er wegen häuslicher Gewalt vor Gericht.

Kennt-absolut-keiner (-1 Punkt)

-

Seite 18 von 18

Weiterlesen

1 Kommentar

  • Gerade eben

    Keine Ahnung wie das Platz 1 geworden ist. Aber man muss immerhin sagen, dass 2016 das letzte Jahr war, in dem diese Liste nicht aus völligem Dreck bestand.

    Danach gibt es eigentlich keinen guten Rap mehr. Ausser von Künstlern, die schon davor aktiv waren.