90.000 Fans am Ring. Schon seit Festivalstart ist das Infield proppenvoll. Und die US-Amerikaner setzen gleich mal Maßstäbe.
Nürburgring (laut) - Obacht, Erkältungsgefahr! Schon mal frische Temperaturen und Regen in der Eifel vor dem Start des Wochenendes. Viele Rock am Ring-Besucher:innen waren schon am Mittwoch vor dem Feiertag angereist, und leider schüttete es am Donnerstag streckenweiseordentlich. Doch erprobte Festivalfans hielten derlei Bedingungen noch nie von der Party ab: Bereits am Donnerstagabend liefen sich die Fans zu Live-Gigs und DJ-Sets auf zwei Pre- bzw. Warm-up-Partys warm.
Es geht los!
Seit Freitag, 12:30 Uhr ist das Gelände aber endlich offiziell geöffnet: Die englische Metalband Loathe startet als erster Festivalact auf der Mandora Stage durch. Und sollte der Wettergott ein Einsehen haben, könnten sich die Regenschauer abends und in die Nacht hinein in Grenzen halten.
Um kurz vor 15 Uhr stürmen die Hip Hopper Mehnersmoos dann als erster Act die Hauptbühne Utopia. Auch bei der Metalcore-Crew aus Michigan, We Came As Romans, geht es nachmittags hoch her. Mastodon stellen derweil in Deutschland erstmals ihren neuen Gitarristen vor. Rock am Ring ist von der ersten Minute an am Start: Bereits bei The Hives ist es am frühen Abend vor der Hauptbühne und auch auf dem Gelände brechend voll.
Helikopter-Alarm mit Papa Roach
Dass Amerikaner etwas vom Showgeschäft verstehen, beweisen später Papa Roach. Jacoby Shaddix und Band simulieren ihre Ankunft per Hubschrauber: Ein Helikopter kreist über dem Infield bzw. nähert sich, kurz bevor die Band loslegt, der Utopia Stage. Während ihres Gigs lassen die Amerikaner jede Menge Feuer vom Stapel und setzen gleich mal Maßstäbe für die Ausgabe 2026: Die Stimmung im dichtestens gedrängten Publikum ist am Siedepunkt.
Auch Within Temptation, Trivium oder Architects blicken von der Bühne auf ein Meer von Köpfen. Linkin Park (mit Feuerwerk) und Limp Bizkit finalisieren den ersten Festivalabend.
Hobby: Crowdsurfen
Der Samstag startet mit der jungen Zürcher Metal/Deathcore-Band Paleface Swiss, die sich vor den Größen des Genres keinesfalls verstecken muss: Gefühlt jede:r im Publikum mutiert zum Crowdsurfer. Der Alternativerock/Postgrunge von The Pretty Reckless um Sängerin Taylor Momsen findet ebenfall seine Fans. Und immehrin: Das Wetter zeigt sich am zweiten Festivalnachmittag stabil, zwar bewölkt, dafür angenehme Temperaturen.
Überhaupt hat die Security in den Gräben heute viel zu tun: Ob bei den Gigs von Bury Tomorrow oder Landmvrks – einer nach dem anderen wird vorne herausgezogen.
Rekord
Das Megafestival am Nürburgring ist seit Monaten ausverkauft: Schon Anfang Oktober 2025 waren 90.000 Tickets weg. Rekord. Im vergangenen April zog auch das Schwesterfestival Rock im Park in Nürnberg nach: keine Tickets mehr erhältlich.
Mit Linkin Park und Iron Maiden verpflichteten die Veranstalter:innen auch zwei veritable Zugpferde, dazu Volbeat als dritten Headliner sowie mit Limp Bizkit oder Electric Callboy weitere Schwergewichte, aber auch Szenelieblinge wie A Perfect Circle, Architects, Babymetal oder Landmvrks. Insgesamt treten übers Wochenende knapp über 70 Acts auf den drei Bühnen Utopia, Mandora und Orbit auf. Und für kommendes Jahr frisch angekündigt: Blink-182.
Für uns vor Ort: Rainer Keuenhof.




















































3 Kommentare
Limp Bizkit ist in Wirklichkeit der Megastar.
Geschmäcker sind ja verschieden, aber das Line-up dieses Jahr ist so schwach wie selten. Da ist quasi nichts dabei, was mich vom Campingplatz locken würde, wenn ich nicht schon zu alt für den scheiß wäre.
Hängengebliebene Mucke für hängengebliebene Menschen. 2010er-Lineup meets 2030er-Preise; was will man(n) mehr?