21. Juli 2026

"Fremdschämen - so ein tolles Wort!"

Interview geführt von

Die Band aus Leeds spricht im Interview über gesellschaftliche Spaltung, ihre Liebe zu deutschen Wörtern, wie sehr ein irischer Pirat Einfluss auf das neue Album "You're Gonna Need A Little Music" hatte und eine Garten-Party bei Beck aussieht.

Ein Interview bei Raumtemperaturen über 30 Grad ist ein Träumchen, aber immerhin sitzen wir zu dem Zeitpunkt alle im gleichen Boot oder eher unter der gleichen Hitzeglocke. James Smith bleibt auch unter diesen Bedingungen einfach ein unfassbar sympathischer Mensch, während der ebenfalls sehr liebe, aber wesentlich ruhigere Gitarrist Sam Shipstone neben ihm steht und sich nur auf Anfrage ins Zoom-Gespräch einmischt. Yard Act stehen kurz vor dem Release ihres dritten Albums "You're Gonna Need A Little Music", auf dem sie wieder mit viel Risiko und Spaß sämtliche Genres in ihren wilden Stilmix integrieren.

Meine Güte, diese Hitze bringt mich gerade um. So schnell kann man gar nicht trinken, wie man die Flüssigkeit sofort wieder herausschwitzt. Mein Smartphone hat es bei Temperaturen um die 40 Grad am Wochenende auch erwischt, aber ganz ehrlich: Die paar Tage ohne Social Media und Messenger waren auch ein verdammter Segen.

James: Hier kühlt es gerade zum Glück etwas runter, aber es war wirklich grauenhaft. Wow, das mit der Social-Media-Abstinenz klingt aber wie der Himmel auf Erden.

Du sprichst das Thema in "Talky Talky People" und "Empty Pledges" an. Unfassbar viele Menschen haben eine Meinung, halten sie natürlich für die beste der Welt und sind auf sämtlichen Plattformen nur darauf aus, nicht miteinander zu kommunizieren, sondern sich unerbittlich zu bekämpfen.

Ja, es ist wirklich schade. Wir haben da eigentlich mit dem Internet und den Sozialen Medien eine Plattform erschaffen, mit der Menschen schneller in Kontakt treten und sich endlich Gehör verschaffen können, aber stattdessen ist ein lautes Stimmengewirr entstanden, in dem du kaum noch den Überblick hast und in dem dich eben keiner mehr hört.

Bei Musikern kommt auch noch dazu, dass sie immer weniger über ihre Musik an sich reden. Es scheint mittlerweile viel wichtiger zu sein, politischen Aktivismus zu betreiben, als die Musik in den Vordergrund zu stellen.

Ich sehe derzeit auch keinen wirklichen Ausweg aus dieser Situation und weiß nicht, ob noch etwas Gutes aus dieser Spaltung und Ausgrenzung entstehen kann. Es ist wie ein Riss, der durch die Gesellschaft geht, und die Sozialen Medien haben das Ganze nur verschlimmert oder teilweise sogar verursacht. Wir sehen uns nur noch durch die ganzen Internet-Kommentare, haben aber komplett vergessen, uns auch als Menschen zu betrachten. Zwischen uns allen ist eine riesige Kluft entstanden, und dabei müssten wir gemeinsam die kommenden Probleme und Gefahren wie Klimawandel, Künstliche Intelligenz und Kriege lösen.

Ja, ich weiß, das klingt alles nach Hippie-Bullshit, aber wir müssen nun mal alle auf diesem Planeten miteinander auskommen, und wenn wir nicht einmal mehr vernünftig miteinander reden können, dann habe ich wirklich keine Ahnung, wie wir das noch schaffen sollen. Aber ich habe ehrlich gesagt auch nicht die große Antwort oder eine tolle Lösung, wie wir da wieder rausfinden.

Es überfordert einen manchmal komplett. Eine Möglichkeit, das zu verarbeiten, ist natürlich, ein Alter Ego zu erschaffen, mit dem man in eine andere Person schlüpft und zu sich selbst und den anderen Menschen eine Distanz erschafft.

Die Figur Janey, die ich für dieses Album erschaffen habe, symbolisiert gewissermaßen meinen Konflikt mit meinem eigenen Erfolg und meiner Unzufriedenheit, einfach zu existieren, Schönheit zu finden und mit dem zufrieden zu sein, was ich bereits habe. Denn ich kann nicht einfach loslassen. Ich kann meinen Ehrgeiz nicht aufgeben, und ich habe manchmal selbst Angst vor den Entscheidungen, zu denen ich mich verleiten lasse - es brodelt ständig in mir. Es ist auch für die meisten Menschen schwierig, wenn sie viel Ehrgeiz besitzen, aber gar nicht genau wissen, was sie eigentlich anstreben. Und trotzdem ist da überall dieser Wunsch, Dinge voranzutreiben und einen Traum zu erfüllen.

Ehrgeiz wird ja allgemein als etwas Positives angesehen, aber ich betrachte das aus verschiedenen Blickwinkeln. Er ist wichtig und gut, kann aber auch zur Verbissenheit führen. Staatschefs sind ja gerade durch diese Eigenschaft so weit gekommen, setzen diese Getriebenheit aber für ganz andere Zwecke ein. Menschen, die die freie Welt mit kühlem Kopf anführen sollten, lassen sich von ihrem Ehrgeiz verleiten, und das hat für die Menschheit schlimme Auswirkungen.

"Wir wollten einen roten Flügel vom Dach stoßen"

Dieser Ehrgeiz, dieses Ambitionierte, das du ansprichst, führt aber auch zu einer hohen Risikobereitschaft. Ich finde, Risiko und Ehrgeiz zahlen sich immer aus, auch wenn die Leute erst einmal irritiert oder überfordert reagieren. Ihr hattet mit Justin Meldal-Johnsen zum Beispiel einen Produzenten, der auch schon oft mit Beck zusammengearbeitet hat.

Beck hat mich sehr beeinflusst, deshalb war die Zusammenarbeit mit Justin eine Ehre. Beck ist zwar in erster Linie ein Solokünstler, aber gleichzeitig steht ihm eine Band zur Seite, und Justin ist sein engster Vertrauter. Bei all den Alben, die ich liebe, war er maßgeblich beteiligt, und allein die Tatsache, dass er uns überhaupt kannte, war total aufregend. Dass er zu einem Freund, Mentor und Kollaborationspartner geworden ist, verblüfft mich immer noch ein bisschen. Was meinst du, Sam?

Sam: Es war echt witzig, Justins Gitarrensammlung zu sehen. Man konnte richtig seine verschiedenen Schaffensphasen erkennen. Er besitzt beeindruckend viele Metal-Gitarren. Wir hatten eine pinke Metal-Gitarre, mit der wir für "Redeemer" einen Divebomb gemacht haben, und dann hatte er noch jede Menge Beck-coded Gitarren. Es war toll, mit ihm zu arbeiten. Er ist genial!

Er war ja auch an Becks "Odelay" beteiligt. Hatte diese Art des Samplings und Vermischens von Genres einen Einfluss auf euer Album?

James: Hm, das trifft eher auf "Where's My Utopia?" zu. Da haben wir tatsächlich wie die Dust Brothers gearbeitet, Samples genommen und sie dann aber selbst noch einmal neu eingespielt. Es sind mittlerweile auch ganz andere Zeiten, was das Urheberrecht angeht. Wir hätten sonst wirklich Rechtsstreitigkeiten in Millionenhöhe riskiert, wenn wir das einfach so übernommen hätten. Uns war klar, dass wir sonst keinen Penny mit dem Album verdient hätten oder bis heute draufzahlen müssten. Tja, kann man nichts machen. Ich finde es jedenfalls immer noch toll, wie Beck "So What'cha Want" von den Beastie Boys auf "E-Pro" verwendet.

Unser Schlagzeuger Jay ist ein riesiger Avalanches-Fan, und das kommt aus dieser goldenen Ära des freien Samplings. Wir haben diesmal nicht so gearbeitet, weil wir die Möglichkeit hatten, als Band zu spielen. Das konnten wir bei "Where's My Utopia?" nicht, weil der Tourplan so intensiv war und wir ständig unterwegs waren.

Wir hatten nur einen Laptop, einen Sampler, ein MIDI-Keyboard und ein Klinkenkabel, um mit der Gitarre anzufangen. Deshalb haben wir Beats und elektronische Tracks produziert, um den kreativen Fluss aufrechtzuerhalten, und das hat letztlich die Richtung des Albums vorgegeben. Aber dann mussten wir das Album live neu einstudieren und merkten, dass wir als Band nicht wie Samples oder Loops spielen. Wir bringen unseren individuellen Stil ein, variieren das Tempo und so weiter - und genau das macht einen Teil unseres Reizes aus.

Zum Glück hatten wir diesmal die Zeit und den Raum, um als Band zu spielen. Wir haben uns sechs Monate Auszeit von der Tour genommen, um das Studio einzurichten und das Album zu schreiben. Man kann es heute natürlich nicht mehr sehen, man sieht nur noch, wo wir all den Kram lagern, den wir nicht benutzen. Aber gleich nebenan ist das Studio, in dem wir das Album geschrieben haben, und das hat den Sound und die Atmosphäre enorm beeinflusst. "Where's My Utopia?" war ein ziemlich chaotisches, irgendwie paranoid klingendes Album, gerade wegen seiner Entstehungsweise - es war so, als würde man versuchen, aus einem verdammten Computer auszubrechen, der dieses Album an jeder Stelle so schwer macht. Diesmal hingegen wurde es in einem Raum aufgenommen, und es gibt viel mehr menschliche Fehler, was ich diesmal viel spannender finde.

Sehe ich auch so. Habt ihr auf diesem Weg eigentlich auch neue Instrumente oder neues Equipment ausprobiert?

Hmm, das einzige neue Instrument, das dann einen großen Einfluss auf das Album hatte, war tatsächlich das Klavier. Ich habe es von meiner verstorbenen Tante geerbt, und da ich zu Hause keinen Platz dafür hatte, kam es eben ins Studio. Mit der Zeit, besonders in der Anfangsphase, bevor wir an den Texten arbeiteten und einfach nur Ideen sammelten, hatte ich natürlich die Hände frei, und ich glaube, das ständige Conga-Spielen wurde irgendwann so anstrengend, dass ich anfing, mich ans Klavier zu setzen.

Das hat der Platte wirklich eine besondere Stimmung verliehen und viele Songs beeinflusst und geprägt. Die Möglichkeit, mich über das Klavier auszudrücken, bevor der Gesang überhaupt ins Spiel kam, war eine tolle Art, musikalisch mit der Band zu interagieren und frühzeitig am Songwriting-Prozess teilzuhaben. Es hatte einen wirklich geheimnisvollen Klang. Es ist ein ziemlich klappriges, altes Klavier, etwas verstimmt, aber das hat dem kreativen Prozess irgendwie viel Farbe verliehen und im Kompositionsprozess eine wichtige Rolle gespielt.

Gut, dass du das Klavier ansprichst. Becks Großvater war ja ein Performance-Künstler, der schon mit Andy Warhol zusammenarbeitete. Er hat im Jahr 2000, zusammen mit seinem Enkel, ein Klavier über die Zinnen des Schlosses Moyland gestoßen.

Oh wow! Das wusste ich gar nicht. Krass! Wir wollten das eigentlich auch machen, um das Album anzukündigen. Aber das Label meinte, es sei zu gefährlich. Wir wollten einen roten Flügel vom Dach des Gebäudes stoßen, aber sie sagten, ohne Sicherheitsprüfung sei es zu gefährlich und mit Sicherheitsprüfung zu teuer. Also haben wir uns stattdessen für die Sprengung eines alten Autos entschieden. Aber diese Aktion mit dem Flügel vom Dach - ich kannte die Verbindung zu Warhol, aber ich wusste nicht, dass er den Flügel vom Gebäude gestoßen hat. Wahnsinn!

Beck und euch verbindet ja auch die Liebe zu den Talking Heads.

Ja, dazu gibt es eine Geschichte, die sich ereignete bevor wir mit Justin gearbeitet haben. Vor ein paar Jahren landeten wir eines Abends bei Beck in L.A., als wir mit der Band Gustaf auf US-Tour waren. Einer aus der Band ist mit Beck befreundet. Wir sind also nach unserem gemeinsamen Konzert auf ein paar Drinks zu ihm gegangen. Ich habe kurz mit ihm geplaudert, aber es waren so viele Leute da, die mit ihm reden wollten, da wollte ich mich nicht aufdrängen.

Er hatte eine Spotify-Playlist zusammengestellt und es lief den ganzen Abend nur Talking Heads, es war quasi der Soundtrack des Abends. Wir saßen in Becks Garten - sein Nachbar ist übrigens einfach mal Brad Pitt - haben Bier getrunken und Chips gegessen, und die ganze Nacht liefen nur Talking Heads. Es war wirklich besonders. Wir lieben die Talking Heads, aber statt darüber zu reden, haben wir lieber der Musik zugehört. Ich habe ihm dann noch gesagt, dass "Modern Guilt" ein unterschätztes Album sei, und er hat sich dafür bedankt und gemeint, dass er das genauso sieht.

"Mein Deutschlehrer nannte mich Herr Schmidt"

Ich mag "Modern Guilt" auch sehr. So wirklich lässt sich der Sound von euch und Beck auch kaum fest einordnen. Ich habe ein paar Reaktionen auf euren Song "Redeemer" durchgelesen. Lustig fand ich die Bezeichnung Queens Of The Yard Act, dann gab es noch jemanden, der euch mit Tom Waits auf "Rain Dogs" verglich. Richtig gut war aber der Typ, der meinte, dass ihr klingt wie ein irischer Pirat und ein "West Coast Engineer" in einem.

Ja, der Typ hat es genau richtig erkannt. Der irische Pirat war auf jeden Fall der wichtigste Einfluss auf unserem Album, definitiv. Nee, aber mal im Ernst: Tom Waits trifft es schon ganz gut. Sam, du bist doch ein großer Tom-Waits-Fan, oder?

Sam: Tom Waits war auf jeden Fall ein großer Einfluss, Queens Of The Stone Age eigentlich gar nicht. Wobei ich gerade überlege, ob der Opener in Richtung "...Like Clockwork" geht. Nee, die Queens waren kein Bezugspunkt.

James: Tom Waits, Peter Gabriel und Meshuggah wären die passenderen Referenzen. Wir hatten diesen maschinenartigen Sound im Kopf. Ich habe Meshuggah vor zwanzig Jahren in Dänemark gesehen, und das war einfach der Hammer.

Äh, okay, Meshuggah hatte ich nun gar nicht auf dem Schirm für ein Yard-Act-Interview. In "Redeemer" gibt es die Zeile: "Herr Schmidt, is this what we aim for? / Cause you usually have a word up your sleeve for feelings that we have no name for". "Herr Schmidt", das kam jetzt, wie dein Meshuggah-Vergleich, beim Anhören des Albums ziemlich überraschend.

Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen nannte mich der Deutschlehrer in der Schule immer "Herr Schmidt", und das habe ich mir eben gemerkt. Der eigentliche Grund war aber, dass es im Deutschen so tolle Wörter wie "Schadenfreude" gibt, für die es keine Entsprechung in anderen Sprachen gibt, die aber ziemlich präzise komplexe Emotionen und Gefühle ausdrücken. Und ich mag den Gedanken, dass ein Großteil dieses Albums der Versuch war, Emotionen zu artikulieren, die ich mit Worten nicht ausdrücken konnte. Es war also im Grunde eine Hommage an die deutsche Sprache. Ah, da fällt mir ein: Es gibt da so ein deutsches Äquivalent für "Du hast ein Gesicht, das man am liebsten ohrfeigen möchte ..."

Backpfeifengesicht?

Ja, genau! Das war ursprünglich im Song, hat es aber nicht in die Endfassung geschafft. Herr Schmidt ist unser Gruß an die deutsche Sprache.

Sam: Mir fällt auch noch eines ein: Fremdschämen. So ein tolles Wort, großartig!

James: Framd-sha-man?!? Was ist das denn?

Sam: Lass mich mal überlegen. Stellvertretende Verlegenheit, "vicarious embarrassment" trifft es im Englischen ganz gut, aber "Fremdschämen" ist einfach viel besser.

Mit Wörtern und Labels ist das eh so eine Sache. Wir Journalisten möchten gerne ein tolles, knackiges Wort, mit dem man für den Leser etwas greifbarer macht oder zusammenfasst. Gerade bei eurem Album fällt mir das bei all diesen Stilwechseln aber ziemlich schwer. Habt ihr eine Einordnung, ein Genre oder Wort, mit dem ihr euch wohlfühlt?

Sam: Es muss zum Ausdruck bringen, dass wir Musik schreiben, die zwar als Popmusik durchgehen könnte, aber irgendwie schräg ist. Ich denke, das ist der Kern der Sache.

James: Ja, ich würde fast zu "Art Pop" oder "Art Rock" tendieren, aber wirklich geschmeidig kommt das auch nicht über die Zunge. Hey, sag uns doch mal ein schönes deutsches Wort dafür!

Sam: Yeah, ihr rührt gerne alles zusammen, und dann kommt immer so ein kräftiges Wortkonstrukt raus.

Puh, das ist jetzt schwierig und ich bin bei dieser verdammten Hitze leider gar nicht auf dem kreativen Höhepunkt. Wie wäre es denn mit verrückte Kunstmusik?

James: Oh, "Kunstmusik" klingt schon wieder so schön. Dann lass uns das nehmen!

Okay, die letzte Frage. Ihr geht mit eurem Album jedenfalls wieder einen Schritt weiter und habt hörbar Selbstvertrauen. Ist das ein Anreiz, ab jetzt noch weiter zu gehen - und ist das nächste Album vielleicht sogar eines ohne Gitarren, nur noch elektronische Musik?

Was diese Band verbindet, ist, dass wir keine Noise-Musik machen, sondern uns an Pop-Strukturen orientieren. Wir mögen Musik, die viele Leute anspricht, aber nicht, weil sie gerade populär ist. Es geht vielmehr darum, dass dieses Handwerk und dieses Medium für uns funktioniert, weil es sich für uns wie ein gutes Mittel anfühlt, um Ideen auszudrücken. Wir hatten tatsächlich mal überlegt, in eine elektronische Richtung zu gehen, aber das hatte sich genau dann erledigt, als wir die Gitarren an die Verstärker angeschlossen und gemerkt haben, dass gemeinsames Spielen viel mehr Spaß macht, als mit einem Drum-Computer zu arbeiten.

Was als Nächstes kommt? Wir setzen uns da überhaupt nicht unter Druck, außer dass es noch einigermaßen akzeptabel und hörbar bleibt. Es ist ja auch nicht so, als wäre Yard Act ein großes Avantgarde-Experiment. "Down By The Stream" auf dem letzten Album geht vielleicht ein bisschen in die Richtung. Das war vorher nicht so geplant, aber zum Ende entwickelte sich der Song zu einer Free-Jazz-Coda. Daraus werden wir im Moment kein Album machen. Wir spielen immer noch gerne vor mehr als dreißig Leuten, das ist im Grunde das, was uns antreibt. Es geht nicht primär darum, "größer" zu werden oder mehr Leute anzusprechen. Es geht nicht darum, Trends hinterherzujagen, sondern vielmehr darum, zu erkunden, was sich für uns gut anfühlt. Ich weiß also überhaupt nicht, wohin es als Nächstes geht, aber genau das ist ja so aufregend.

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