laut.de-Kritik
Metal für die ganze Familie.
Review von Markus SeibelHeavysaurus stehen seit Jahren für ein ungewöhnliches, aber erstaunlich gut funktionierendes Konzept: Metal für die ganze Familie. Die Dino-Metal-Band verbindet harte Gitarrenriffs mit kindgerechten Themen, ohne auf musikalische Ernsthaftigkeit zu verzichten. Ihre Musik richtet sich zwar in erster Linie an jüngere Hörerinnen und Hörer, spricht aber auch Erwachsene an, die mit Rock und Metal aufgewachsen sind.
Heavysaurus bringen Metal "hinterm Meer" in die Kinderzimmer und auf die Familienbühnen. Sie transportiert dabei nicht nur Spaß, sondern auch eine klare Haltung: Die Themen Freundschaft, Mut und Zusammenhalt ziehen sich wie ein roter Faden durch ihre Texte. Gleichzeitig bleiben die Songs eingängig und laden zum Mitsingen ein. Heavysaurus unterschätzen Kinder nicht, sie bieten Musik auf Augenhöhe an. So entsteht ein Sound, der generationsübergreifend funktioniert.
"Metal" legt nahe, dass es keine Altersgrenze braucht, um ein echter Headbanger zu sein. Der Titel ist bewusst schlicht gewählt, das Album hält genau das, was er verspricht: Harte Riffs, treibende Drums und eingängige Refrains. Dabei bleibt die Musik stets zugänglich und verliert sich nie in übermäßiger Härte. Stattdessen setzen Heavysaurus auf klare Strukturen und Melodien, die sofort im Ohr bleiben.
Jeder der 15 Tracks stellt ein kleines musikalisches Abenteuer dar und erzählt eine eigene Geschichte. Mal geht es um lustige Figuren, mal um tierische Helden, mal um abgedrehte Situationen. Trotz der kindgerechten Themen bleibt die musikalische Umsetzung abwechslungsreich. Immer wieder blitzen kleine musikalische Details auf, die auch erfahrene Rockfans schmunzeln lassen. Langeweile kommt dabei kaum auf.
Besonders hervorzuheben sind die Songs "Unkka Dunkka", "Kokosnuss-Banjo" und ""Rob, die Robbe". "Unkka Dunkka" überzeugt mit treibendem Rhythmus und einem besonders eingängigen Refrain. "Kokosnuss-Banjo" verbindet humorvolle Ideen mit einem überraschend kraftvollen Gitarrenriff. Der Song zeigt, wie spielerisch Heavysaurus mit ungewöhnlichen Kombinationen umgehen.
Mit "Metal" bleiben Heavysaurus ihrem Konzept treu und entwickeln es zugleich behutsam weiter. Die Produktion ist sauber und druckvoll, ohne die Zielgruppe zu überfordern. Das Album eignet sich sowohl fürs Kinderzimmer als auch für lange Autofahrten mit der Familie. Gerade in diesem gemeinsamen Hörerlebnis entfaltet es seine größte Wirkung. Heavysaurus zeigen, dass Metal kein elitäres Genre sein muss. Sie öffnen die Tür für junge Menschen und machen neugierig auf härtere Musik.


1 Kommentar
Bestes Metalalbung der '20er, ma sagen.