laut.de-Kritik
Da rappelt es wieder im brasilianischen Busch.
Review von Michael EdeleJungs und Mädels, da rappelt es mal wieder im brasilianischen Busch. Sowas kommt nur alle Jubeljahre vor, aber die Veröffentlichungen von Korzus sind meist ein Garant, dass mancher Klammeraffe seinen Arsch auf einmal auf dem Urwaldboden parkt.
In Europa haben es wohl nur die wenigsten mitbekommen, aber Korzus sind bereits seit etlichen Jahren in der Szene aktiv und legen mit "Discipline Of Hate" bereits ihr siebtes Album vor. Wenn man nicht wüsste, dass die Jungs aus der Heimat Sepulturas stammen, würde man sie sicher in die Bay Area verorten. Fronter Marcello Pompeu beherrscht ein weitgehend akzentfreies Englisch, die Riffs von Antonio Araújo und Heros Trench tönen nach allerfeinstem Thrash Metal.
Leadgitarrist Silvio Golfetti, der auch schon bei Agent Steel die Klampfe geschrubbt hat, ist nicht mehr dabei, doch auch Antonio hat bei Slayer, Forbidden, Exodus und Testament sehr genau hingehört. Die vier Bay Area-Größen hört man in den Songs der Brasilianer zu jeder Zeit heraus, was natürlich entsprechend auf Kosten der Eigenständigkeit geht.
Aber wen kratzt das schon großartig? Immerhin vollbringen Korzus das Kunststück, sowohl routiniert als auch frisch zugleich zu klingen. Wenn Exodus und Co. nicht alle in letzter Zeit großartige Alben veröffentlicht hätten, könnte man sie als deren Nachfolger beschreiben.
So sind sie immer noch eine sowohl melodische, als auch ziemliche derbe und tighte Thrash Band. Wer mit den oben genannten Bands auch nur ansatzweise etwas anfangen kann, sollte Korzus auf jeden Fall ein Ohr leihen.
1 Kommentar
Hab´s mir eben angehört. Einfach nur geil.