Erneut rockt Jamel den Förster. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stehen Wahlen vor der Tür. Kein Fußbreit den Faschisten!

Jamel (laut) - Ein "nationalsozialistisches Musterdorf" wollten Rechtsradikale aus Jamel machen. Sie hatten jedoch nicht damit gerechnet, dass in dem nordwestmecklenburgischen Örtchen auch Menschen mit noch funktionierendem Wertekompass leben. Seit inzwischen fast 20 Jahren leisten dort mutige Leute erbitterten Widerstand gegen die Vereinnahmung ihres Heimatdorfs, seit 2007 in Form des Festivals "Jamel rockt den Förster", das an diesem Wochenende zum 18. Mal stattfindet. Aus diesem Anlass, und weil ein bisschen musikalischer Rückenwind nie schaden kann, in Jamel nicht, und auch nicht im Rest der Republik, servieren wir euch heute:

35 Songs gegen Rechts.

Wer weiß? Vielleicht sind ja die diesjährigen Forstrock-Headliner dabei. Sicher sagen können das bisher allerdings nur die Veranstaltenden: Seit 2017 bleibt das Line-Up des Open-Airs geheim, damit die Strahlkraft der Acts nicht von der politischen Dimension des Events ablenkt.

Das könnte tatsächlich leicht passieren: In den letzten Jahren traten in Jamel bereits bereits die Toten Hosen, die Ärzte, die Fantastischen Vier, die Antilopen Gang, Kraftklub oder Herbert Grönemeyer auf. Es steht also auch an diesem Wochenende erneut ein stabiles Line-Up zu erwarten.

Im September wird gewählt

Darüber hinaus wird es allerdings Workshops und Infoveranstaltungen geben, "noch mehr als bisher", wie es auf der Festival-Homepage zu lesen steht: "In Mecklenburg-Vorpommern wird in diesem September der Landtag neu gewählt, und in der allgemeinen politischen Gemengelage in Deutschland braucht es noch deutlich mehr Vernetzung und Empowerment der Zivilgesellschaft. Das wollen wir gern forcieren."

Eine gute Sache, finden auch die Schirmherrinnen des Festivals, Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommerns, und Landtagspräsidentin Birgit Hesse.

Lauter Widerstand

Aus Kapazitätsgründen - die gesamte Gemeinde Gägelow, zu der der Ortsteil Jamel gehört, verzeichnet gerade einmal zweieinhalbtausend Einwohner*innen - werden nur beschränkt viele Tickets für "Jamel rockt den Förster" ausgegeben. Die Vergabe erfolgt per Los unter allen Interessierten, sie sich auf die Warteliste eingetragen haben. Infos zum Ticketsystem findet ihr hier.

Alle, die die Glücksfee partout nicht küssen wollte, können jedoch statt in die Röhre wenigstens auf den Bildschirm starren: In der ARD-Mediathek wartet der Dokumentarfilm "Jamel - Lauter Widerstand". Er porträtiert das Künstler-Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer und das Festival, das die beiden in dem 38-Seelen-Dorf einst ins Leben riefen und bis heute ausrichten. Hier entlang.

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10 Kommentare mit 18 Antworten, davon 6 auf Unterseiten

  • Vor 23 Stunden

    Deutschland im Herbst ist neben Schrei nach Liebe der vielleicht bekannteste Anti Nazi Song.
    Aber klar.
    Einmal Schublade immer Schublade

  • Vor 14 Stunden

    mein aktueller Favorit zu dem Thema

    Dead Pioneers - Nazi Teeth
    https://www.youtube.com/watch?v=lM0TnyGELuI

  • Vor 7 Stunden

    Mich würde mal interessieren, ob überhaupt irgendjemand von den ganzen Schreiberlingen und fleissigen Kommentarspaltenbefüllern jemals dort war? Das ist eine ruhige abgelegene Gegend, in welcher der Wahnsinn der heutigen Zeit weit weg scheint. Wer dort mit den Einheimischen spricht, wird vor allem eins raushören, nämlich die Angst das es dort eines Tages so wird, wie in Hamburg oder Berlin. Dazu am besten mal "Friedland" gockeln. Wovor man dort freilich keine Angst hat, sind die Nachbarn aus Jamel. Auch gab es zuletzt vermehrt Kritik an dem sogenannten Künstlerehepaar. Diese Vorwürfe stehen weiterhin im Raum, geäussert übrigens auch von lokalen Vertretern der Altparteien.

    • Vor 7 Stunden

      Das ist halt auch das Grundproblem von Menschen, deren Genpool schon vor Generationen dringend einer Auffrischung bedurft hätte, dass sie gerne unter sich bleiben und alles so wie immer haben möchten. Fremde, und wenn sie auch nur aus 50 Kilometer Entfernung kommen, sind da nicht gerne gesehen.

      Was ich Dir damit sagen möchte, lösch Dich, Du braunes Inzuchtprodukt.

    • Vor 7 Stunden

      "Mich würde mal interessieren, ob überhaupt irgendjemand von den ganzen Schreiberlingen und fleissigen Kommentarspaltenbefüllern jemals dort war?"

      Laufen da Neo-Nazis rum? Bitte mit Ja oder Nein beantworten.

    • Vor 7 Stunden

      ich denke theory9 hat recht weil viele mensche in sachsen anhalt sind sehr dumm und hässlich und grund dafür ist immer genetisch aber wenn kommen wieder viele brüder und paaren sich mit frauen dann genpool wird besser

    • Vor 7 Stunden

      automatisch

    • Vor 5 Stunden

      "Mich würde mal interessieren, ob überhaupt irgendjemand von den ganzen Schreiberlingen und fleissigen Kommentarspaltenbefüllern jemals dort war?"

      Ja, ich war da. Pedrolino's Frage kann ich mit "Ja" beantworten. Ich weiß, heutzutage darf man das nicht mehr so sagen, aber das war und ist schon immer 'ne Faschohochburg gewesen, das war auch schon lange vor der Gründung der AfD so. Dass die NPD Anfang der 2000er im Landtag in MV recht große Erfolge gefeiert hat, kommt nicht von ungefähr. Sondern eher daher, dass so eine "ruhige und abgelegene Gegend" halt auch viel Armut und Perspektivlosigkeit mit sich bringt. Dazu am besten mal "Werwolfshop Wismar" gockeln.

      Und warst du schon jemals dort, lieber Jan Deichmolch?

    • Vor 3 Stunden

      Schon interessant, wie ausgerechnet Linke mit rassistischen Tropes wie "Auffrischung des Genpools" argumentieren

    • Vor 3 Stunden

      Wie kommst Du darauf, dass ich links wäre?
      Aber schön, wie Du hier wieder einmal zeigst, dass alles was nicht stramm rechts ist, für Faschofreunde Linke sind.

    • Vor 2 Stunden

      ich habe dich auch immer rechts eingeordnet ich weiss nicht wie er kommt auf links

    • Vor einer Stunde

      Tja, dann hast Du etwas mit ihm gemein. Ihr ordnet mich beide falsch ein.

    • Vor einer Stunde

      ja viele deutsche sagen sie sind mitte aber wir wissen alle was ist damit gemeint

    • Vor einer Stunde

      "ich habe dich auch immer rechts eingeordnet ich weiss nicht wie er kommt auf links"

      Bist so fies, ElMassivo :D... aber der war gut.

  • Vor 3 Stunden

    Gut, das es solche Lieder gibt. Wir setzen Zeichen.. wir sind die Mehrheit (auch wenn es gerade schwer ist, viele Menschen sind frustriert und lassen sich in die Irre führen)

    Nie mehr AFD!

    • Vor einer Stunde

      Bruder das wird morgen echt schwer ... Es ist "nur" Sachsen-Anhalt, aber ... Ach ich weiß auch nicht.

    • Vor 53 Minuten

      ja Sachsen-Anhalt ist schon eine Lachnummer.. bisschen größer als München und es wohnen dort scheinbar nur Hinterwäldler..

      Wahrscheinlich kaum Ausländer da und die Frauen ziehen weg.. da kommen dann die Glatzen raus

    • Vor 52 Minuten

      da wo die wenigsten Ausländer sind beschweren sich die Rechten am meisten über Ausländer..

    • Vor 37 Minuten

      ja. und pa sports sitzt im podcast "die deutschen" und redet mit nizar und shayan darüber, dass er keinen bock mehr hat auf [kriminelle] ausländer und haufenweise leute abschieben würde, wenn er könnte und er relativ viele leute in seiner peer group/in group hat, die auch haufenweise leute abschieben wollen, weil sie keinen bock mehr haben. und nizar und shayan sehen das ähnlich.

    • Vor 8 Minuten

      wenn mir mazdak zusammenfasst, was die letzten 24 stunden auf tiktok passiert ist, sagt er, er könne jeden verstehen, der die afd wählt.

    • Vor 5 Minuten

      (die kommentare unter mazdak videos sind ähnlich aber kp ob das wirklich auch menschys mit migrationshintergrund sind)

    • Vor einer Sekunde

      mein persönliches highlight hingegen war:
      bözemann(albaner. hat im kosovo krieg gegen serbien gekämpft), der hier wegen rotlichtkriminalität und gewaltkriminalität gesessen hat, auf arafat abu chaker reagiert und sagt, er(bözemann) würde inzwischen Merz Stadtbild aussagen teilen und er könne jeden deutschen verstehen, der die afd wählen würde

      aus der rubrik: da wo viele äusländer sind beschweren sich andere ausländer am meisten über ausländer