laut.de-Kritik

Dreckig, unverfälscht, transparent.

Review von

Darkthrone zählen zu den beständigsten Black Metal-Bands überhaupt und erweiterten über Jahrzehnte ihren Sound um Doom-, Speed- und Heavy Metal-Elemente. Nun veröffentlichen die Norweger mit "Pre-Historic Metal" pünktlich zum 40-jährigen Bandjubiläum ihr 22. Studioalbum.

Als "monumental primitiv" beschreibt das Label die Musik, und das trifft es ganz gut, wie der Opener "They Found One Of My Graves" beweist, wenn es an allen Ecken und Enden scheppert und rumpelt, während Nocturno Culto finster vor sich hinmurmelt. Zum Schluss nimmt der Track eine Abzweigung in Richtung Psychedelik.

Im Titelstück zieht das Duo ordentlich das Tempo an, sorgt aber zwischenzeitlich mit Doom-Elementen für Abwechslung. "Siberian Thaw" wechselt von midtempoartigen Sounds Marke Hellhammer über atmosphärische Ambient-Passagen bis hin zu wüsten Thrash-Riffs immer wieder seine Gestalt. In "Deeply Rooted" trifft urwüchsiger Doom auf 80er-Jahre-Galopp-Riffs und theatralische Gesangseinschübe.

"The Dry Wells Of Hell" schlägt in eine ähnliche Kerbe, stellt aber durch die einleitenden Post Punk-Klänge eine etwas düsterere Angelegenheit dar. Das Instrumental "So I Marched To The Sunken Empire" verbreitet durch die trippigen Drums, psychedelischen Einschübe und die tiefen Saitentöne eine geradezu neblige Atmosphäre.

"Eat Eat Eat Your Pride" geht wieder einmal ordentlich nach vorne, lässt aber mit Killing Joke-artigen Saiten-Passagen und doomigen Einsprengseln Finessen nicht vermissen. "Eon 4" setzt die auf "Soulside Journey" begonnene "Eon"-Songreihe fort, galoppiert aber etwas zu gemütlich vor sich hin, so dass der Track im Vergleich zu den restlichen Songs nur wenig bleibenden Eindruck hinterlässt.

Jedenfalls klingen die Nummern direkt wie aus dem Proberaum: dreckig, unverfälscht, transparent. Jedes Riff kommt deutlich und präzise zur Geltung, jeder Basslauf geht direkt in die Magengrube. Darkthrone bleiben sich selbst auf angenehme Weise treu, was bei der 'Höher, schneller, lauter'-Mentalität, die im Metal mittlerweile oftmals herrscht, ziemlich gut tut. Nur sollte man nicht mehr als mehr vom Gleichen, verfeinert um einzelne, wenige Nuancen, erwarten. Fans schlagen blind zu, Neulingen seien die klassischen Alben wie "A Blaze In The Northern Sky" oder "Transilvanian Hunger" ans Herz gelegt.

Trackliste

  1. 1. They Found One Of My Graves
  2. 2. Pre-Historic Metal
  3. 3. Siberian Thaw
  4. 4. Deeply Rooted
  5. 5. The Dry Wells Of Hell
  6. 6. So I Marched To The Sunken Empire
  7. 7. Eat Eat Eat Your Pride
  8. 8. Eon 4

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LAUT.DE-PORTRÄT Darkthrone

Mitte der 80er Jahre ist in der norwegischen Metal-Szene nicht wirklich viel los. Der angesagt Sound ist der vor allem in Schweden kräftig boomende Death …

3 Kommentare mit 20 Antworten

  • Vor 21 Tagen

    Irgendwie geil wie immer, aber wirklich viele Rotierungen machen neue Darkthrone Alben nicht mehr bei mir. Das ist mittlerweile eher Kunst, als Musik. Black Metal hat für Darkthrone keine Relevanz mehr, deshalb taugt es auch nur noch als Parodie. Aber wenn das jemand so durchziehen darf, dann sind es eben Darkthrone. Und damit bleiben sie weiterhin relevant, auch wenn sie musikalisch gesehen nur noch schwarzmetallischen Schluckauf produzieren. Trotzdem sind sie sich treu und halten ihre Würde aufrecht. Darauf kommt es irgendwie letztlich an, denn damit bleibt ihr Backkatalog essentiell - und dieser ist nunmal die Black Metal Blaupause schlechthin!

    • Vor 21 Tagen

      Hi Puschel.
      Geht mir ähnlich wie dir, mit den neuen Darkthrone Alben. Finde Interviews und Artikel über Fenriz wesentlich unterhaltsamer.
      Ich finde aber nicht, dass sie BM parodieren. Fenriz ist ein wandelndes Metal-Lexikon und macht halt, was ihm taugt und weil er sich das leisten kann.
      Ist mir auch tausendmal lieber als grimmig dreinschauende Schrate, die auch nach Jahrzehnten ihrer ersten Anbetung des Leibhaftigen nicht über diese Schwelle gekommen sind.
      Obwohl ich damit aufgewachsen bin und „Black Metal“ von Venom 1982 gekauft habe, kann ich mir aktuelle BM Bands kaum noch geben.
      Ausnahmen bilden da z. B. WITTR, Imperial Triumphant oder Ultha. Aber die haben sich textlich und kompositorisch stark weiterentwickelt.
      Ganz furchtbar Behemoth und natürlich auch die ganze Übermensch Fascho Truppe. Sollte klar sein.

      Als Black Metal Blaupause gehen Darkthrone natürlich voll durch. Allerdings für die „Zweiten Welle“.

      DIE BM Band der ersten Welle ist für mich Celtic Frost. Für mich die erste Band in diesem Genre, die eine unfassbare Düsternis erzeugen konnte.
      Die Cover und Zusammenarbeit mit H.R. Tiger machen das Ganze perfekt.
      Mit TRIPTYKON hat Tom eine wirklich einzigartige Band gegründet. Auch live unbedingt sehenswert.
      Außerdem hab ich Tom letztens in einem Interview tatsächlich lachen gesehen. Schön, dass er das in seinem Alter noch erleben darf ;-)

    • Vor 21 Tagen

      Korrektur: H.R. Giger
      :-D

    • Vor 20 Tagen

      Ja, wobei wenn man statt ner Panzerfaust, neuerdings mit so nem Bauer Dreizack-Spaten für den Garten auf dem Cover posiert, oder mit Schlittschuhen auf dem See, dann ist das schon ne gewisse Parodie der eigens gesetzten Standards. Und musikalisch spiegelt sich das auch ein wenig wieder.

      Mit etablierten BM Bands kann ich auch kaum noch was anfangen. Im Underground gibt es aber noch einige nette Sachen. Besonders in der Dungeon Synth Szene haben einige DS Band zuletzt großartigen Black Metal rausgebracht. Old Sorcery, Elffor und Murgrind. Das kann sich fast schon mit Summoning messen.

      Mit der 1. Welle konnte ich nie etwas anfangen, wahrscheinlich weil ich zu dem Zeitpunkt noch gar kein Metal gehört habe. Außer vielleicht Blind Guardian

    • Vor 20 Tagen

      Ich denke aber, dass z. B. das Posieren mit einer Panzerfaust die Szene wesentlich stärker parodiert, als in diesem Fall mit einem (Achtung) Vierzack.

    • Vor 20 Tagen

      Ich weiss nicht, ob Marduk dazu nicht eine andere Meinung hätte ;)
      Das Cover von Panzerfaust ist für mich allerdings komplett frei von jeder Parodi. Es ist der letzte wirkliche Klassiker der Band. Danach sind sie mehr oder weniger ins gehobene Mittlemaß abgerutscht

    • Vor 20 Tagen

      "Darauf kommt es irgendwie letztlich an, denn damit bleibt ihr Backkatalog essentiell - und dieser ist nunmal die Black Metal Blaupause schlechthin!"

      Ernstgemeinte Frage: Wenn sie jetzt wirklich würdelosen Schund publizieren würden, wäre der Backkatalog dann weniger essentiell? Muss die Band ein gewisses Maß an (wie auch immer definierter)Würde aufrechterhalten, weil sonst das bisherige Schaffen abgewertet wird? Ist es für die Blaupausigkeit der Alben nicht vollkommen egal, was 2026 erscheint?

    • Vor 20 Tagen

      "Ernstgemeinte Frage: Wenn sie jetzt wirklich würdelosen Schund publizieren würden, wäre der Backkatalog dann weniger essentiell?"

      Ich habe diese Rückfrage gewisser Maßen schon erwartet.
      Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe schon seit Ewigkeiten keine Money Borgir Alben mehr gehört, obwohl mir die ersten beiden Alben gefallen. Ich habe einfach keinen Bock mehr auf diese lächerliche Kohle-Fabrik! Also ja, für mich färbt das hier sogar maximal ab!
      Es ist die eine Sache, irgendwann nicht mehr an die Qualität der früheren Alben ranzukommen. Es ist aber eine andere Sache, seine eigene künstlerische Würde mit Füssen zu treten. Meiner Meinung nach wertet das den Backkatalog immens ab.

    • Vor 20 Tagen

      Naja das ist aber auch eine individuelle Definition und Empfindung. Man muss es in der Causa Dimmu Borgir auch mal so sehen: Ohne Geld und Erfolg könnten sie nicht z. B. mit einem echten Orchester zusammenarbeiten, was sie in der Vergangenheit oft getan haben. Und wenn man auf Streicher etc. steht ist ein Orchester doch allemal cooler als eine Geige aus dem Synthie ... Ich schätze auch, dass Shaggy und Co. aus ihrem eigenen Blickwinkel heraus ihre Künstlerische Würde nicht mit Füßen treten. Ist halt eine Entwicklung. Ob gut oder schlecht ... kann man, find ich, nicht bewerten. Wenn's nicht mehr gefällt, lässt man es halt.

      Zu Darkthrone: Höre die Jungs jetzt schon seit Ewigkeiten und ich mag die halt durch und durch. Ob als Black Metal Urgesteine oder in ihrer räudigen Punk-Phase oder jetzt mit dem kauzigen Doom-Einschlag ... Darkthrone sind halt Darkthrone und machen, worauf sie Bock haben. Auch "Pre-historic Metal" gefällt mir, fetzt, ist Mucke für Bierchen und Kutte und das mag ich :D

    • Vor 20 Tagen

      Ich weiß nicht, sind Dimmu Borgir mit einer Veröffentlichung alle 8 Jahre wirklich so sehr auf cash aus? Würde man dann nicht viel häufiger Zeug und Fan-Editions auf den Markt werfen, statt in der Versenkung zu verschwinden und dann mit irgendwas wieder aufzutauchen? Ich beschäftige mich mit denen wenig, fand das schon früher nur mäßig interessant.

    • Vor 20 Tagen

      Zum Thema "Würde mit den Füssen treten". Das tritt für mich vor allem immer dann ein, wenn ich als Musiker bereit bin meine künstlerischen Werte zu verraten, in dem ich meine Kunst dahingehen anpasse/degradiere, NUR um kommerziell erfolgreicher zu sein. Kein Künstler der seine Kunst ernst nimmt, würde so etwas machen! Das fängt schon mit ihrem Logo an. Wie kann man ein astreines Black Metal Logo, in ein billiges ARIAL Font austauschen?? Das ist lächerlich! Wie kann man ein Cover wie For all Tid in derart pothässliche Regenbogenfarben setzen? Wie kann man ein Album wie Stormblast neumodern remastern (welches musikalisch perfekt war), ein generisches KI Cover und das neue ARIAL Font Logo drauf packen?
      Das zeigt schon ganz deutlich, dass die Band sich nicht einmal zu schade ist, ihre Frühwerke zu verunstalten, nur um auch damit noch Geld zu verdienen. etc. etc.
      Hinzu kommt, dass Money Borgir in der Vergangenheit aus minimalen Mitteln, das Maximale rausgeholt haben. Heutzutage haben sie maximale Mittel, erzeugen aber nur noch Generisches. In meinen Augen und Ohren weiss die Band sehr genau, was ihre beiden Debüt Werke ausgemacht hat. Haben sich aber dafür entschieden, dass alles komplett über Bord zu werfen, nur um kommerziell maximalen Erfolg einzuheimsen. Ihr "neues" Logo gibt eigentlich sehr gut wieder, was ihr Ziel ist: Alles maximal generisch zu gestalten und den Kleinsten gemeinsamen Nenner zu bedienen. Damit gehen sie komplett konträr zu dem, was ihre Kunst früher ausgemacht hat.
      Um es kurz zu machen: Alles an den neuen Alben der Kommerz-Truppe widerspricht komplett dem, was ihre Kunst früher ausgemacht hat. Einfach alles!
      Zugegebenermaßen würde keiner danach schreien, wenn sie früher nicht großartig gewesen wären. Das kann die Band dann gerne auch als Kompliment verstehen.

      Funky_B: "Ich weiß nicht, sind Dimmu Borgir mit einer Veröffentlichung alle 8 Jahre wirklich so sehr auf cash aus? (...)"

      Man kann natürlich alles immer noch weiter ausarten lassen.

    • Vor 19 Tagen

      @Puschel
      „ Wie kann man ein Album wie Stormblast neumodern remastern (welches musikalisch perfekt war), ein generisches KI Cover und das neue ARIAL Font Logo drauf packen?“

      Du solltest das nicht so eng sehen. Vielleicht war die Band ja mit dem Mix nie zufrieden. Wenn sich das Album dann verkauft und neue Hörer findet, ist das völlig ok. Viele kennen halt das Original gar nicht bzw. finden den neuen Mix vielleicht einfach besser, weil es ihren Hörgewohnheiten entspricht.
      Du hast ja auch selbst geschrieben, dass du mit der ersten BM Welle nichts anfangen kannst, weil du das damals nicht gehört hast. Also solltest du es auch jüngeren Hörer/innen nicht madig machen, was du als Verrat an der Kunst verstehst.
      Ich kann das schon gut nachvollziehen, dass es nervt, wenn eine geliebte Band plötzlich sehr kommerziell klingt. Aber dann hake ich es halt ab und höre die Alben, die ich mag. Ging mir ja auch schon häufiger so.

      BTW …
      Das Dimmu Logo ist nicht die ARIAL.
      Ich glaube nicht, dass es viele Bandlogos mit der ARIAL umgesetzt wurden.
      Du meinst wahrscheinlich digitale Schriftsätze.

    • Vor 19 Tagen

      "Vielleicht war die Band ja mit dem Mix nie zufrieden."

      Ich finde das macht aus zweierlei Hinsicht keinen Sinn.
      Zum Einen passt das einfach in das Gesamtbild, zu den ganzen anderen kommerziellen Verfehlungen. Zum generischen KI Cover, zum ARIAL Font Logo. Hier ist eindeutig klar, wohin die Reise geht. Warum sollte die neumoderne Produktion dann plötzlich andere Ziele verfolgen? Wahrscheinlicher ist doch, dass man einen Klassiker der perfekt war, nun auch Hinz-und-Kunz anbiedern möchte.

      Z.A. sind die ersten beiden Money Borgir Alben nicht nur elementarer Bestandteil der 2. Black Metal Welle, sondern auch Wegbereiter. Die Jungs wissen also sehr genau, was dieser zweite Welle ausgemacht hat, welche Intensität ihr innewohnt und woraus diese ihre Magie gezogen hat. Der Soundmix entspricht genau dem Anspruch, der auch zu dieser Musik, zu dieser Zeit passt. Der neue Mix widerspricht dem komplett und bringt keinerlei Mehrwert, außer einen Klassiker an jeden Dahergelaufenen Groupie anzubiedern. Zumindest soweit, dass diese nicht sofort abgeschreckt werden.

      So etwa macht man einfach nicht, das ist lächerlich! Das ist der pure Ausverkauf der eigenen künstlerischen Werte! Vielleicht wäre ich bei anderes Musik weniger streng, aber wir reden hier nicht von Pop Musik, wird reden hier vom Black Metal der 2. Welle! Und ja, das ist was gänzlich anderes!

      "Du hast ja auch selbst geschrieben, dass du mit der ersten BM Welle nichts anfangen kannst, weil du das damals nicht gehört hast."

      Nun, ich höre es auch heute nicht und werde es auch weiterhin nicht hören.
      Und ich möchte auch gar nicht erst, dass diese Klassiker der 1. BM Welle irgendwie verunstaltet werden, um mir diese schmackhaft zu machen. Denn nur weil ich es nicht höre, bedeutet nicht, dass ich die Qualität, den Vibe und den Einfluss dieser Alben nicht schätze.

      "Also solltest du es auch jüngeren Hörer/innen nicht madig machen, was du als Verrat an der Kunst verstehst."

      Es geht hier nicht um jüngere Hörer. Es geht um Hörer die den Black Metal der 2. Welle nicht verstehen und auch nie fühlen werden. Das ist nicht mal als Kritik zu verstehen, denn die Geschmäcker sind nun mal unterschiedlich und ich habe auch selbst nicht den Anspruch, alles fühlen und verstehen zu wollen.
      Das was ich z.B. an Jazzmusik höre, würde ein "echter" Jazz Fan mir wahrscheinlich um die Ohren schmeissen, wenn ich versuchen würde, ihm das als hochwertigen Jazz zu verkaufen. Und das zurecht!

      "Aber dann hake ich es halt ab und höre die Alben, die ich mag. Ging mir ja auch schon häufiger so."

      Nun das tue ich im Prinzip auch. Aber Kritik ist finde ich trotzdem erlaubt.
      Wenn jemand meint, dass er seine Kunst verunstaltet, um kommerziell erfolgreicher zu sein, dann soll er ruhig wissen, dass die alten Fans das durchaus kritisieren. Daran finde ich nichts verwerfliches.

      "BTW … Das Dimmu Logo ist nicht die ARIAL."

      Nun das mag sein, aber es reicht ja, wenn jeder versteht was ich meine. Und weit davon entfernt ist es auch nicht

    • Vor 19 Tagen

      @Puschel
      Ich akzeptiere natürlich deine Sicht der Dinge. Was ich geschrieben habe, war in keinster Weise persönlich gemeint. Und es sollte selbstverständlich sein, dass man sich nicht gleich an die Gurgel geht, nur weil man anderer Meinung ist.
      Bin gespannt, ob wir zukünftig einmal in einem Thema übereinstimmen. Muss aber nicht sein, denn eine gesunde Diskussionskultur erweitert den Horizont.

      Zum Schluss:
      „ Nun das mag sein, aber es reicht ja, wenn jeder versteht was ich meine. Und weit davon entfernt ist es auch nicht“

      Doch, die ist davon meilenweit entfernt.
      Es gibt Menschen, für die Fonts ebenso Kunst sind wie für dich ein verschnörkelt handgezeichnetes Logo.
      Das solltest du akzeptieren, wenn du so tolerant bist, wie du dich selbst beschreibst. Ich würde mich freuen, wenn bei dir zukünftig die ARIAL nicht mehr als Sündenbock für verhasste Bandlogos stehen würde. Das hat sie nicht verdient. Und auch nicht die HELVETICA (obwohl die vom Namen her schon prima zu BM passen würde ;-))

    • Vor 19 Tagen

      Ich glaube, du würdest dich deutlich weniger aufregen und hättest weniger "Feindbilder" (überspitzt gesagt) in der Musik, wenn du von deinem Anspruch der Deutungshoheit wegkommen würdest. Es ist nicht verwerflich, wenn gute Musik plötzlich großen Massen gefällt. Ein neu gemixtes Album eines Klassikers, angepasst an aktuelle Standards, kann Door-Opener für eine musikalische Sozialisation sein, die sonst nie stattfinden würde. Das ist etwas gutes.
      Wir hatten das schon an anderer Stelle und sollten das daher nicht vertiefen, aber du betreibst aus meiner Sicht prototypisches Gatekeepertum der Metalszene. Darüber haben wir schon vor über 20 Jahren in räudigen Kneipen diskutiert, und im jugendlichen Übermut habe ich mich sicher auch zu derartigen Äußerungen verleiten lassen...aber man wird mit der Zeit doch weniger dogmatisch.

    • Vor 19 Tagen

      Gizmaniac: "Was ich geschrieben habe, war in keinster Weise persönlich gemeint. Und es sollte selbstverständlich sein, dass man sich nicht gleich an die Gurgel geht, nur weil man anderer Meinung ist."

      Klar, das habe ich auch nicht anders verstanden. Alles gut! Hoffe ich

      "Es gibt Menschen, für die Fonts ebenso Kunst sind wie für dich ein verschnörkelt handgezeichnetes Logo. Das solltest du akzeptieren, wenn du so tolerant bist"

      Ähm.. ja gut, aber wir reden ja hier nicht in erster Linie über Fonts, sondern über den Black Metal. Und ob ich es nun als ARIAL bezeichne oder als HELVETICA, letztlich sind das keine Black Metal Logos! Schon garnicht, wenn man vorher ein geiles Black Metal Logo hatte! (siehe auch Immortal)

      Funky_Bob: "Ich glaube, du würdest dich deutlich weniger aufregen und hättest weniger "Feindbilder" (überspitzt gesagt) in der Musik, wenn du von deinem Anspruch der Deutungshoheit wegkommen würdest"

      Ich denke schon, dass ich, und nicht nur ich, sondern jeder mit einem objektiven Blick ganz klar sehen kann, wie Money Borgir sich maximal verbiegen, um immer noch kommerziell erfolgreicher zu sein. Ich finde nicht, dass ich da eine Deutungshoheit habe, sondern dass das maximal offensichtlich ist.
      Ob man das nun in der Form kritisieren kann, wie ich das tue, darüber können wir gerne sprechen. Für mich ist das was die 2. BM Welle vermittelt hat halt etwas sehr spezielles, etwas magisches! Mir geht es einfach nicht in den Kopf, wie jemand so etwas dermaßen über Board schmeißen kann, um sich dann Hinz-und-Kunz anzubiedern. Das ist des Black Metals unwürdig. Eine sehr puristische Sichtweise, aber die muss eben auch erlaubt sein.

      "kann Door-Opener für eine musikalische Sozialisation sein, die sonst nie stattfinden würde. Das ist etwas gutes. "

      Ich persönlich sehe darin nicht zwingend etwas gutes. Wieso muss eine Musikszene immer größer und größer werden? Das hat nicht zwingend einen Mehrwert. Quantität bringt selten Qualität mit sich. Häufig eher genau das Gegenteil.
      Viel sinnvoller finde ich es, dass Leute zu dieser Musik finden, die das wirklich wollen, die sich das vielleicht auch ein wenig erarbeiten. Solche Fans bringen einer Szene wesentlich mehr, als den Versuch zu unternehmen, so viel eFans wie irgend möglich zu sozialisieren. Das hat in meinen Augen und Ohren keinen Mehrwert für die Kunst ansich!

      "aber du betreibst aus meiner Sicht prototypisches Gatekeepertum der Metalszene,"

      Anders als andere, sehe ich Gatekeeper auch als positiv an! Zumindest so lange sie nicht trollen, reflektiert und ernsthaft bleiben.

      "aber man wird mit der Zeit doch weniger dogmatisch."

      Nun, aktuell sehe ich noch keinen Grund, wieso ich meine Ideale diebszgl. verändern sollte, zu denen ich stehe.

    • Vor 19 Tagen

      Insgesamt bin ich froh, dass gerade jüngere Menschen nicht mehr so dogmatisch gepolt sind.
      Früher haste schon eine auf die Fresse gekriegt, wenn du die falsche Band auf der Kutte hattest. Oder das falsche Logo ;-)
      Früher war halt noch nie nie niemals alles besser.
      Fand das schon immer verbort und langweilig, nur in einem bestimmten Genre verhaftet zu sein, geschweige denn in einem Subgenre.
      Aber viele brauchen einfach eine Etikette, um ihr Ego füttern zu können und ja nicht zu überfordern.
      Um mal wieder zum Thema zurück zu kommen…Fenriz zählt da definitiv nicht dazu.

    • Vor 19 Tagen

      @Puschel
      „ Mir geht es einfach nicht in den Kopf, wie jemand so etwas dermaßen über Board schmeißen kann, um sich dann Hinz-und-Kunz anzubiedern. Das ist des Black Metals unwürdig“

      Sorry, da bin ich völlig konträr.
      Wer ist denn dieser Hinz und Kunz?
      Synonym für Untermenschen?
      Das hat schon einen galligen Vikernes Beigeschmack.

    • Vor 19 Tagen

      "Früher war halt noch nie nie niemals alles besser.
      Fand das schon immer verbort und langweilig, nur in einem bestimmten Genre verhaftet zu sein, geschweige denn in einem Subgenre."

      Das ist hier aber auch nicht die Aussage, zumindest nicht meine!
      Früher war NICHT ALLES besser! Aber ein PAAR DINGE waren es eben schon. Und dazu gehört z.B. der Black Metal, dazu gehört auch die Techno Musik.
      Andererseits gibt es heutzutage Dinge, Musikgenres etc., die haben dafür heutzutage ihren Peak.

      "Aber viele brauchen einfach eine Etikette, um ihr Ego füttern zu können und ja nicht zu überfordern."

      Wenn du das so siehst. Ich tue das mE nicht für mein Ego.

      "Um mal wieder zum Thema zurück zu kommen…Fenriz zählt da definitiv nicht dazu.""

      Als Musiker ist es auch einfacher. Als Musiker kann ich musikalisch äußern, was ich von dem Black Metal halte, wie er heute gespielt wird. Und wer mag, kann Fenriz eigene Black Metal "Parodie" genau so interpretieren, wie ich es tue: Moderner Black Metal interessiert Fenriz einen Scheiss! Und das ist nachvollziehbar

      "Wer ist denn dieser Hinz und Kunz? Synonym für Untermenschen? Das hat schon einen galligen Vikernes Beigeschmack."

      Nein, sorry, aber das ist jetzt eher Schwingster Niveau. Mir so etwas negatives zu unterstellen, auch wenn du zumindest Fragezeichen dahinter setzt.

      Also nein, es ist ein Synonym für jemanden, der mit einer Musikrichtung eigentlich wenig anfangen kann, den man aber trotzdem als Fan (Zahlenden Kunden) erreichen möchte, und sich daher maximal kommerziell verbiegt. Man kann auch sagen, das ist "der kleinste gemeinsame Nenner". Und im Endeffekt trifft das auf jeden zu, nur dann in jeweils einem anderen Kontext.

    • Vor 18 Tagen

      @Puschel
      „ Nein, sorry, aber das ist jetzt eher Schwingster Niveau. Mir so etwas negatives zu unterstellen, auch wenn du zumindest Fragezeichen dahinter setzt.“

      Ok, sorry! Muss gestehen, dass der Varg-Vergleich rein emotional und nicht gerechtfertigt war. Mich triggert das einfach immer extrem, wenn ich etwas als „elitär“ empfinde. Aber sicher tu ich dir da unrecht. Also sorry!

      Um etwas Selbstreflexion zu betreiben…
      ich hasse es wie die Pest, wenn man sich anderen gegenüber überlegen fühlt, weil man (um bei diesem Thema zu bleiben) einen „besseren“ Musikgeschmack hat.
      Muss mir aber eingestehen, dass ich mich lieber mit dir bei nem Bier in der Kneipe über Musik unterhalten würde, als mit nem Hardcore Sabaton Fan.

  • Vor 20 Tagen

    man sollte so fair sein: sein mehr als 20 jahren machen dt keinen bm mehr sondern klingen so wie diese kvltigen underground metal bands aus den 80ies, die nur fenriz kennt udn gehört hat

    • Vor 20 Tagen

      Manchmal übertreibt er es auch etwas. Das dritte Isengard Album ist z.B. unhörbar. Und ich hatte das wirklich herbeigesehnt!!

  • Vor 14 Tagen

    Man hätte Darkthrone auch in Würde beenden und ein Nebenprojekt für diesen wahnsinnig spannenden Trve Metal Tribut-Käse starten können. Und auch den machen andere Bands wesentlich besser. Aber Fenriz bleibt unantastbar, darf men nicht langweilig finden.