Außerdem neu am Freitag: Tove Lo, Matthias Reim, David Bowie, Agnes Obel, Roger Taylor, De Staat, Muff Potter, Aymen, Echo & The Bunnymen etc.

Konstanz (laut) - "Bass, Bass, wir brauchen Bass!" Findet auch Miley, früher bekannt als Miley Cyrus, die auf ihrem neuen Album "Bass Persuades" mit gekürztem Künstlernamen eine neue Ära einläutet. Ob sie damit zu Heroes wie Cher, Madonna oder Beyoncé aufschließen kann, wird sich zeigen. Der Appetizer auf ihr zehntes Studioalbum seit "Breakout" (2008) klingt jedenfalls ähnlich Dancefloor-fixiert wie Madonna jüngst auf "Confessions II".

Eine neue David Bowie-Veröffentlichung schaut zurück ins Jahr 1965: Die Beatles veröffentlichen "Help!" und der unbekannte Davie Jones nimmt Songs mit einem damals erfolgreichen Produzenten auf: Shel Talmy. Dieses Frühwerk, bei dem auch mal Sessiongitarrist Jimmy Page zugegen war, erscheint nun in gesammelter Form.

Beck ist wieder im Country-Mode. Mit den Musikern Smokey Hormel, Joey Waronker, Justin Meldal-Johnsen, Roger Joseph Manning Jr. und Jason Falkner hat der Amerikaner wieder die Studioband beisammen, mit der er "Sea Change", "Morning Phase" und "Mutations" aufgenommen hat. Auch Produzent Nigel Godrich hatte wieder zeit. What could go wrong?

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24/7 Indie, Pop & Alternative: Willkommen bei laut.fm/eins! Mit den Neuvorstellungen Olafur Mowa, Danger Dan, Warhaus, Euroteuro, Kings Of Leon, Tränen, Eels etc. - Unsere Top 20 der Woche mit allen New Entries findet ihr hier.

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Was lange währt, wird endlich gut, heißt es. Über ein Jahrzehnt hat es gedauert, bis Mastermind Scott Ian und Band endlich ein neues Anthrax-Studioalbum ausrollen. Die Vorabsingle "It's For The Kids" liefert Anthrax-Thrash der alten Schule, während das episch angelegte und düstere "The Edge Of Perfection" zeigt, dass sich die Metal-Veteranen nicht einfach nur wiederholen wollen. Dennoch zog Ian selbst bezüglich der neuen Platte Vergleiche mit dem Bandklassiker "Among The Living" von 1987. Das lateinische "Cursum Perficio" bedeutet übrigens so viel wie: "Meine Reise ist beendet". Der angemessene Titel für einen überlangen Entstehungsprozess.

Auf seinem dritten Soloalbum "Factoid Happiness" hinterfragt der isländische Musiker Kaktus Einarsson, wie soziale Medien, Algorithmen und politische Polarisierung unseren Begriff von Glück prägen. Als Gegenentwurf zu inszenierten Glücksidealen sieht Einarsson echten Halt vor allem in menschlicher Verbundenheit, Gleichberechtigung und der Familie. Musikalisch verbindet das zehn Titel umfassende Werk Indie-Pop mit Einflüssen aus Disco, Elektro und Funk. Gastbeiträge von Künstlern wie John Grant, RAKEL und Jessica Winter bereichern das Bild.

Alle Neuerscheinungen am 18. September auf einen Blick:

Actress - Radical Frame
Agnes Obel - The Meaning Of Flowers
Angelo Kelly - Alive On Stage
Anushka Chkheidze & Robert Lippok - The Sky Was Out Of Tune
Anthrax - Cursum Perficio
Asaf Avidan - Gold Shadow
Asenblut - Urgewalt
Aymen - Goldjunge
Beabadoobee - Pylon
Beck - Ride Lonesome
Bites - The Bites
Blood Red Shoes - Stay Lonely
Bonnie 'Prince' Billy - Ghosts Of American Psychonauts
Camille - The Sound Of Milk
Carly Rae Jepsen - Day And Night
Chaka Khan - Chakzilla
Chelsea Wolfe - The Dark
Collective Soul - Touch And Go
Curly Castro - Yaphet
David Bowie - The Shel Talmy Recordings
De Staat - De Staat
Echo & The Bunnymen - Apples For Isaac
Emma Ruth Rundle - These Killing Times
Five Finger Death Punch - Legacy
Frankie Rose - HILA
Freak Slug - Amulet
Fu Manchu - In Search Of... (30th Anniversary)
Gary John Barden - Empowered Emotions
Gia Ford - A Room Within A Room
Haken - In A Fever Dream EP
Hardbone - Hardbeat
Jawdropped - Secret To Spare
Kärbholz - Sturm Zieh Auf
Kai Hansen - Born With A Hammer
Kaktus Einarsson - Factoid Happiness
Ken Carson - Xperiment
Kissin' Dynamite - Kissin' Dynamite
Kristin Hersh - Sugar On Blackstone
Lord Of The Lost - Empyrean (10th Anniversary)
Lotte - Lotte
Matthias Reim - Flashback
Miley - Bass Persuades
Moon Shot - Thunderlust
Muff Potter - Klepto
Neil Young & The Chrome Hearts - Second Song
Nicole - Meine Schätze (Fanbox)
Orville Peck - Mule
Ozric Tentacles - Harmonic Mind
Rhiannon Giddens - Hope Is the Thing With Feathers
Riley Green - That's Just Me
Rodrigo y Gabriela - Our Home
Roger Taylor - Violence Insane In A Beautiful World
Roomer - Staircase Made of Rope
Roxette - Room Service (25th Anniversary)
Seasick Steve - The Last Season Of America
Sinem - Hatun
Slow Pulp - Melodie
Son Lux - Out Into
Team Dresch - Furthermore
The Spacelords - Uranus Omnibus Sanctus
Tove Lo - Estrus
Tygers Of Pan Tang - Electrifyed
Velveteen Queen - The Greater Good
Villagers Of Ioannina City - Venceremos
Warren Haynes - Dreams And Songs
Yoko Ono - It's Alright (I See Rainbows) (Re-Release)

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6 Kommentare mit 6 Antworten

  • Vor 19 Tagen

    Goil. Die neue Anthrax wird auf jeden Fall ausgecheckt. For All Kings ist schon 10 Jahre alt, meine Güte, wie die Zeit vergeht.

  • Vor 19 Tagen

    Ich werde Emma Ruth Rundle, Bonnie 'Prince' Billy und Anthrax hören, während Pedrolino Kärbholz hört und mit seiner rechten (!) Hand seine Männlichkeit neu entdeckt. :D

  • Vor 19 Tagen

    In einer (!) Woche kommen neue Alben von den Villagers of Ioannina City, Kristin Hersh, Emma Ruth Rundle, Rhiannon Giddens, Anthrax, Chelsea Wolfe, Son Lux, Muff Potter, Echo & The Bunnymen und Agnes Obel raus? Na gut, da gehe ich mal mit dem Handwagen zum Plattenladen :-).

    • Vor 18 Tagen

      Hey, auch Villagers-Fan?
      Das letzte Album war richtig stark. Bin gespannt, ob sie da nochmal rankommen.
      Ob Echo & The Bunnymen noch so schöne Songs wie einst schreiben können? Bin nach den letzten Veröffentlichungen nicht soo überzeugt.

    • Vor 18 Tagen

      Yo, Villagers-Fan durch und durch. Erstens ist es die einzige Band, bei der Dudelsäcke nicht völlig nerven :-). Und der Youtube-Mitschnitt von „Through Space and Time“ in Athen hat mir in Coronazeiten ein klein bisschen das Leben gerettet. Komplett magisch: die Atmosphäre, die weit ausholenden, sogartigen Melodien, die vielfältigen Bezüge – von der Rembetiko-Tradition (auch politisch: Mikis Theodorakis!) über Stoner Rock, Post Rock und Psychedelic bis hin zu Reggae und Gospelchören. Und all das können sie ganz selbstverständlich in ihre Musik einfließen lassen. Aktuell eines der wichtigsten Metalkollektive: gerade weil sie offen, eigen und vielfältig sind. Das neue Album klingt etwas anders als „Age of Aquarius“, schon ein bisschen glatter – aber nicht schlechter und ähnlich faszinierend. Ich hätte es beinahe an anderer Stelle rezensiert.

    • Vor 17 Tagen

      Den Mitschnitt von „Through Space and Time“ kenne ich auch. Wirklich stark, wieviel Zeit sie sich geben, die Songs langsam aufzubauen.
      Dudelsäcke sind tatsächlich überstrapaziert. Ich denke an die vielen Mittelater-Bands.
      Aber bei Shoots And Ladders von Korn oder eben Father Sun von den Villagers völlig geil.
      Und jetzt wieder hier …
      https://youtu.be/nul8ViTNLAo?is=XEkmO4AU_k…

    • Vor 17 Tagen

      Yo. Wobei die Villagers den Dudelsack auch komplett anders einsetzen als die deutschen "Mittelalterbands": nicht als quäckender Partygimmick, sondern deutlich von der griechischen und arabischen Musiktradition geprägt. Bei ihnen poltert und quäckt der Dudelsack nicht fröhlich drauflos, sondern wird eher wie ein Synthesizer verwendet: lang anhaltende Töne, kreisende Motive mit ausholenden Melodien, teilweise psychedelisch verfremdet. Das ist eine komplett andere Idee. Auf ähnliche Weise kommen Dudelsäcke auch in der keltischen Musiktradition zum Einsatz, was erklärt, dass die Celtic Folk Punks oft deutlich angenehmer klingen als die deutschen Partytröter.

      Ich bin selbst in Musiktheorie bestenfalls halbgebildet und kann Noten schlecht lesen, aber bei den Villagers gibt es noch einen anderen Trick, warum die Songs teilweise so groß klingen. Sie verwenden nicht nur teilweise modale, für unsere Ohren ungewohnte bzw. folkloristisch gefärbte Tonleitern, sondern lassen die Melodien auch oft nicht einfach auf dem Grundton zur Ruhe kommen. Sie umkreisen und dehnen ihn, verzögern die Auflösung und lassen die Melodie danach noch ein bisschen „nachfedern“. Dadurch entsteht dieses eigentümliche Gefühl von Weite und Größe.

      Das ist auch ein Grund, warum im Jazz und Folk geschulte Pop-Artists wie Rosalía oft die interessanteren Songs schreiben. Sie verfügen über eine größere Farbpalette bei Melodien und Harmonien und können dadurch auf andere Weise Spannung erzeugen, als es die üblichen Dur-Moll- und Pop-Schemata erlauben.

      Ganz ähnlich wie die Villagers arbeiten übrigens auch die Griechen Mother of Millions mit Melodien, die mit „T“ fast zeitgleich ein neues Album veröffentlicht haben. Die sind in einem etwas anderen Fahrwasser unterwegs: alternativer Prog Metal der neueren Bauart. Aber auch sie greifen auf musikalische Traditionen ihrer Heimat zurück – und klingen dadurch unglaublich BIG und episch. Kann man sehr empfehlen:

      https://youtu.be/SESPmrvuOZE?si=6QAfOvLwFt…

  • Vor 19 Tagen

    Beck und Kaktus Einarsson - gute Woche.

  • Vor 18 Tagen

    Richtig gute Woche
    Muff Potter, Gia Ford, Miley!
    Emma und Anthrax werde ich auch mal auschecken.

  • Vor 16 Tagen

    Bei allem Interessanten, was die Woche musikalisch passiert. Ich vermisse eine Review zum aktuellen Kim Petras-Album.