laut.de-Kritik
Wenn Legenden nach Hause kommen.
Review von Markus SeibelMit "Coming Home Live" präsentieren die Scorpions ein eindrucksvolles Live-Dokument, das die besondere Atmosphäre ihrer Karriere in Hannover authentisch einfängt. Das Album transportiert von der ersten Minute an die Energie und Emotion eines großen Rockkonzerts und zeigt eine Band, die auch nach Jahrzehnten auf der Bühne nichts von ihrer Strahlkraft verloren hat.
Der Sound überzeugt mit kraftvoller und zugleich ausgewogener Abmischung. Gitarren und Schlagzeug wirken druckvoll, ohne dominant zu sein, während Klaus Meines Stimme klar im Mittelpunkt steht. Trotz der langen Karriere klingt sie erstaunlich stabil und emotional, was besonders bei den Balladen für Gänsehautmomente sorgt. Die Publikumsreaktionen sind deutlich hörbar, unterstützen die Live-Atmosphäre, drängen sich aber nie unangenehm in den Vordergrund.
Die Songauswahl lässt kaum Wünsche offen. Mit Klassikern wie "Rock You Like A Hurricane", "Blackout", "Still Loving You" und "Send Me An Angel" deckt das Album alle Phasen der Bandgeschichte ab. Gerade live entfalten diese Songs eine zusätzliche Intensität, getragen vom enthusiastischen Publikum, das viele Passagen lautstark mitsingt. Die ruhigeren Stücke gewinnen dabei ebenso wie die rockigen Nummern an Tiefe und Ausdruckskraft.
Instrumental präsentieren sich Rudolf Schenker und Matthias Jabs bestens aufgelegt. Die Gitarrenarbeit ist präzise, spielfreudig und voller Energie, während die Rhythmussektion den Songs ein solides Fundament verleiht. Die Band wirkt routiniert, aber keineswegs müde – vielmehr entsteht der Eindruck ehrlicher Freude am gemeinsamen Musizieren und am direkten Kontakt mit den Fans.
"Coming Home Live" ist weit mehr als ein gewöhnliches Live-Album. Es ist ein würdiger Rückblick auf eine außergewöhnliche Karriere und ein starkes Zeugnis dafür, warum die Scorpions zu den bedeutendsten Rockbands ihrer Generation zählen. Für langjährige Fans ist das Album ein Pflichtkauf, für Neueinsteiger eine hervorragende Möglichkeit, die Band in ihrer stärksten Form zu erleben: live auf der Bühne.


12 Kommentare mit 10 Antworten
Listening to the wind of chaaaaaaaaaaannnnggggggeee
Die Rezi klingt so ein bisschen wie der Werbetext der Plattenfirma.
Oder wurde der ggf. versehentlich statt der Rezi verwendet?
Kaum zu glauben, dass der Meine Klaus, wieder bei Stimme sein sollte nach den katastrophalen Performances der letzten Jahre.
Muss ich als alter Fan wohl doch mal reinhören…
Naja, ich mache mir da keine Illusiionen, dass da im Studio beim Abmischen kräftig nachgeholfen wurde, dass Meines Stimme einigermaßen erträglich klingt, auch wenn "live" auf dem Cover steht.
Ich werde auf jeden Fall mal reinhören, aber ansonsten tun es halt nach wie vor die Tokyo Tapes oder World Wide Live, vor allem weil da "Wind of Change" noch nicht drauf sein konnte.
Das mit der Plattenlabelpromo kann ich nur unterschreiben, die Rezi klingt echt so.
Kann direkt in die Restmülltonne mit diesem hässlichen KI-Cover.
warum wird so eine unrelevante alte scheisse hier besprochen?
die meisten hier freuen sich über interessante (und neue) künstler!
Willkommen! Weil wir auf laut.de einen Altersdurchschnitt von 67 haben und auf dem Klo etwas zum Lesen brauchen, bis das Granufink wirkt
da hab ich Grandfunk gelesen/verlesen
Passt auch sehr gut
Du darfst deinen unrelevanten (sic!) Scheiß doch auch hier posten.
irgendwann ist ragism auch mal alt und kann nicht mehr kacken.
solche Rezis sind wie Affialiate Links in YT Test Videos...
Mal wieder eine typische Gefälligkeits Rezension...das Konzert live war unter aller Sau. Klaus Meine ist einfach nur noch gruselig anzuhören. Wie kann man an seinem Erbe nur so eine Leichenfledderei betreiben..
Das einzige, was wirklich nervt, ist der harte Kopierschutz. Nicht mal von WAV in MP3 funktioniert.

Ok, drei Mal brennen ist drin, aber dennoch ein wenig übertrieben. Hätte die Songs schon gerne in meiner iTunes-Playlist.
audials?
Ich dachte einfach, ein 20 Jahre alter Kommentar passt ganz gut zu einer über 50 Jahre alten Band.