laut.de-Kritik
Ozzy, du fehlst.
Review von Josephine Maria BayerNiemand hat je ein Geheimnis daraus gemacht, dass Black Label Society eine fortwährende Hommage an Black Sabbath ist. Zakk Wylde erklärt im Interview voller Stolz, dass jeder seiner Songs im Prinzip auch ein Ozzy-Song sein könnte.
An Selbstbewusstsein mangelt es diesem Guitarhero jedenfalls nicht. Aber auch nicht an einer gehörigen Portion Selbstironie. Mit "Engines Of Demolition" geben Zakk, Dario, John und Chad mal wieder die volle Dröhnung "Caveman-Shit".
Allen voran "Lord Humungus", inspiriert vom Bösewicht aus "Mad Max II – Der Vollstrecker". Mit heftigen Riffs bringen Black Label Society alles zum Scheppern, vielleicht noch einen Zacken härter als Black Sabbath. "Name In Blood" und "The Gallows" triefen von Szenen der Selbstaufopferung und des unerbittlichen Kampfs: BLS in ihrem Element.
Doch die Platte bietet auch Raum für sanftere Töne. In "Above & Below" treffen diese Gegensätze besonders eindrücklich aufeinander. Die ruhigen Refrains werden von krachenden Strophen wieder wachgerüttelt.
Mit "Ozzy's Song" trauert Zakk um seinen langjährigen Freund, Kollegen und Mentor: "When all was said and done, I couldn't ask for more." Ozzy hat alles gegeben, und um mehr hätte Zakk ihn nicht bitten können.
Auch "Better Days & Wiser Times" wirkt überraschend nachdenklich, hier widmet sich Wylde der Frage, ob er auf die Person, die er geworden ist, stolz sein kann. Die Antwort: Ein entschlossenes Ja. Denn er sei ein weiserer Mann geworden. Egal, was mal gewesen ist: Er habe sich nicht unterkriegen lassen.
Black Label Society haben sich diese Einstellung als Bandmotto auf die Fahne geschrieben: "Strength, Determination, Merciless, Forever." (S.D.M.F.) Und dazu hat nicht zuletzt Ozzy beigetragen: "Wenn er hinfiel, dachte er sich: 'Scheiß drauf!', und stand wieder auf."


1 Kommentar
Klingt halt wie jedes BLS-Album.