laut.de-Kritik

Tobender Mix aus Hardcore, Thrash und Extreme-Metal.

Review von

In Core-Kreisen ist die aus England stammende Krach-Combo Cage Fight schon länger eine ganz heiße Nummer. Angeführt von Ex-Eths-Shouterin Rachel Aspe führen die Briten einen tobenden Mix aus Hardcore, Thrash und modernem Extreme-Metal auf. Schon mit ihrem selbstbetitelten, 2022 veröffentlichten Debüt begeisterte die Band Kenner und Fans der Szene. Nun gehen Cage Fight unter der Regie von Produzent Jim Pinder (Sleep Token, Malevolence) den nächsten Schritt.

Und "Uxovia" ist keine zwei Minuten alt, da bebt bereits der Boden unter den Füßen. Während Aushängeschild Rachel Aspe wahlweise schreiend, keifend oder grunzend Gift und Galle spuckt, brettert die Gang im Hintergrund alles nieder, was sich ihr in den Weg stellt. "Oxygen" und "Pig" lassen Fans von ultraharten Klängen vor Freude im Dreieck springen. Brettharte Gitarrenwände, scheppernde Rhythmen und der permanent zwischen Kreischen und Brüllen pendelnde Gesang kennen keine Gnade.

Cage Fight können aber auch anders. Dank der satten Produktion entsteht viel Freiraum für dichte Stimmungswechsel und atmosphärische Akzente, die dem großen Ganzen hörbar guttun. Nach dem hardcorelastigen, in Richtung Pro Pain schielenden Brecher "Pick Your Fighter" überrascht die Band mit harmonischen Akzenten und epischem Druck ("Un Bon Souvenir").

Dabei wechselt man dreimal vom Englischen ins Französische ("Un Bon Souvenir", "Le Déni", "Élégie"), was für Abwechslung sorgt. Hinzukommt, dass sich die Band auch in Sachen Songwriting breit aufstellt: Neben dem klassischem Geprügel beeindruckt der Vierer immer wieder mit markanten Melodielinien, fast schon harmonischen Gesangspassagen und sphärischen Gitarrenwänden.

Im alles vereinenden Titeltrack öffnet die Band dann alle Schleusen. "Uxovia" bringt alles auf den Tisch: Energie, Leidenschaft, Härte und eine unbändige Spielfreude. Schlussendlich gelingt es der Band das bereits überzeugende Debüt noch zu toppen. Cage Fight erweitern ihre Fähigkeiten und präsentieren der Fangemeinde ein Werk mit vielen Drehungen, Wendungen und einigen Überraschungen. Derber Krach, der phasenweise buchstäblich unter die Haut geht.

Trackliste

  1. 1. Confined
  2. 2. Oxygen
  3. 3. Pig
  4. 4. Pick Your Fighter
  5. 5. Un Bon Souvenir
  6. 6. Deathstalker
  7. 7. Le Déni
  8. 8. Exuvia
  9. 9. The Hammer Crush
  10. 10. IHYG (I Hate Your Guts)
  11. 11. Élégie

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare