laut.de-Kritik

Poppy sabotiert jede Form von Sicherheit.

Review von

Nach Poppys weiter Reise könnte man das, was auf "Empty Hands" passiert, fast schon als Stillstand bezeichnen, orientiert sich das Album genretechnisch doch spürbar an seinem Vorgänger. Nur: Wenn der Vorgänger bereits ein Monolith wie "Negative Spaces" war, wirkt dieses neue Werk weniger wie ein Rückschritt, sondern eher wie eine konsequente Fortsetzung auf hohem Niveau. Keine radikalen Stilwechsel mehr, keine 180-Grad-Kehrtwenden. Poppy hat ihren Sound gefunden und sie reizt ihn weiter aus.

Schon mit "Public Domain" lebt das bekannte Themenfeld ab Sekunde eins wieder auf. Treibende Drums, darüber ein Synthesizer-Geflecht, das sich tief in Industrial-Texturen eingräbt. Dann diese Stimme: glasklar, fast zu sauber, im Refrain plötzlich blechern und distanziert. Der Mix aus gesprochenem Text, melodischer Poplinie, monoton wuchtiger Percussion und komplettem Synth-Overload macht schnell klar: Hier wird nicht kopiert, hier wird verdichtet. Gegen Ende kulminiert die Kälte in schweren Schlägen, als wolle der Song alles noch einmal zusammenziehen. Kein Track für alle, aber einer, der Spannung aufbaut und seine vier Minuten konsequent füllt.

"Bruised Sky" macht da weiter, wo andere Alben längst abbrechen würden. Statt Synthesizern gibt's hier Pinch Harmonics, die einen ähnlich industriellen Effekt erzeugen. "There's no one to come for you", flüstert Poppy, ehe eine Riff-Wand hereinbricht und "The only way to cope is to see you as a disease" in die Ohren gebrüllt wird. Diese Mischung aus Härte und Kontrolle zieht sich wie ein Leitmotiv durch die Platte. Das Wechselspiel zwischen Klar- und Shoutstimme mündet in einer Zweistimmigkeit, die eigentlich nicht funktionieren dürfte: Poppy schreit, während sie gleichzeitig singt, als wäre es ein vollkommen anderer Song.

Mit "Guardian" wird es hymnischer, fast schon poppig, ohne die düsteren Züge zu verlieren. Eine melodische Rocknummer, die kurz etwas Luft schafft, ohne den Grundton zu verlassen.

Danach folgt das obligatorische Poppy-Interlude: "Constantly Nowhere" ist eine A-cappella-Verschnaufpause, ein kurzer Reset, dessen letztes Wort direkt in "Unravel" überleitet. Pulsierende Synths, ein mechanischer Drum-Sound, zunächst fast zu brav. Man spürt: Da schlummert noch etwas unter der Oberfläche. Und tatsächlich reißt Poppy in den letzten Sekunden alles noch einmal auf. Trotzdem lebt der Track vor allem von seinen ruhigen Momenten und von einer Hook, die sich sofort festsetzt.

"Dying To Forget" beweist einmal mehr: Es braucht keine Knocked Loose, um Poppy wütend zu machen. Ohne Vorwarnung drischt der Track los, als hätte jemand den Pop-Anteil bewusst zurückgedreht und den Beatdown nach vorne geschoben. Dass dieser Song und sein Vorgänger im selben Album existieren, ist ebenso verstörend wie genial. Core, Pop, Beatdown – alles gleichzeitig, alles funktionierend. In der zweiten Hälfte wird es erdrückend schwer, fast schon monumental. Ein Track, der in nichts schwächelt.

"Time Will Tell" tut zunächst so, als wäre wieder Normalität eingekehrt: Stadion-Pop-Rock-Gesten, ein sauberer Einstieg. Doch natürlich bricht der Song unkontrolliert in Metal-Gefilde aus, was einen vermeintlichen Filler plötzlich ins Gesamtkonzept integriert. Poppy sabotiert jede Form von Sicherheit. "Eat The Hate" wird grungiger, die Gitarre jault knapp zwei Minuten durchs Set, unterbrochen von Stille und plötzlichen Scream-Eruptionen.

Mit "The Wait" kommt dann tatsächlich der erste Track, den man als etwas zu geradlinig bezeichnen darf. Er bricht nirgends aus, bleibt in seiner Spur. Trotzdem gilt: Selbst Poppys schwächere Momente wirken im Vergleich zur restlichen Poplandschaft noch ambitioniert.

"If We're Following The Light" spielt mit Nu Metal-Strukturen und gehört zu den spannendsten Momenten. "Blink" setzt als zweites Interlude den Faden fort, bevor "Ribs" wieder alles zusammenführt. In Sekundenbruchteilen denkt man an Linkin Park oder Deftones – aber eben nur kurz. Denn Poppy bleibt konsequent bei ihrer eigenen Mischung aus Avant-Pop, Industrial Metal und modernem Core.

Und dann kommt der Titeltrack: "Empty Hands" zieht endgültig alle Grenzen ein. Pure Prügelei, pures Chaos, pures Gewicht. Riff- und gesangstechnisch einer der stärksten Songs des Albums, inklusive Pig Squeal als einen letzten Ausbruch.

"Empty Hands" ist sicher kein Album, das jedem gefallen will und genau darin liegt seine Stärke. "Am I A Girl?"-Hörer werden bei Tracks wie "Dying To Forget" vermutlich eher verstört als abgeholt, doch Poppy interessiert sich längst nicht mehr für Zugänglichkeit um jeden Preis. Dieses Album ist die konsequente Weiterführung ihres aktuellen Sounds: härter, dichter, fokussierter. Eine Platte, die Pop nicht entschärft, sondern mit Industrial, Core und Chaos auflädt, bis daraus etwas Eigenes entsteht.

Ganz makellos ist das Ganze nicht: Einzelne Tracks wirken im Vergleich zur überwältigenden Spitze etwas zu geradlinig, und nicht jeder Moment erreicht die brutale Präzision der Highlights. Trotzdem bleibt unterm Strich ein Album, das in seiner Mischung aus Härte und Hookwriting derzeit kaum Konkurrenz hat – und Poppys stärkste Phase eindrucksvoll bestätigt.

Trackliste

  1. 1. Public Domain
  2. 2. Bruised Sky
  3. 3. Guardian
  4. 4. Constantly Nowhere
  5. 5. Unravel
  6. 6. Dying To Forget
  7. 7. Time Will Tell
  8. 8. Eat The Hate
  9. 9. The Wait
  10. 10. If We're Following The Light
  11. 11. Blink
  12. 12. Ribs
  13. 13. Empty Hands

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LAUT.DE-PORTRÄT Poppy

"I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy. I'm Poppy.

9 Kommentare mit 163 Antworten

  • Vor 20 Tagen

    An mich geht das Teil nicht ran. Die Dame nenn sich nicht umsonst Poppy, so klingt auch das Album. Core Elemente mit Pop Melodien zu vermengen, mag für einige interessant sein, für die meiste Metalheads ist das aber eher ein Graus! Kein Wunder, dass die Fangemeinde in erster Linie aus Jugendlichen besteht und davon gefühlt 70 % aus girls. Frauen erobern den "Metal"? Warum auch nicht, aber leider klingt es nicht mehr nach Metal, sondern nach Musik die im Douglas Shop produziert wurde. Sauber produziert, keine Ecken und Eckten, Pop Melodien, Alibi Core Elemente, weil ohne scheint es bei den Kids nicht mehr zu gehen. Man schaue sich das Cover an, es sieht nicht nur aus wie ein Pop Album, es klingt auch so! Wenn man davon absieht, einige gute Songs, aber auch viel 08/15. Dachte eigentlich die Dame wäre experimentierfreudiger, geht aber eigentlich sehr auf Nummer sicher. 6/10

    • Vor 20 Tagen

      Naja dann falle ich als Old School Metal Fan wohl aus der Reihe :D - und sorry, ich muss Dir hier komplett widersprechen. Die meisten Metalheads, die ich kenne finden Poppy cool. Selbst meine alten Metallica oder Slayer Hardcore Fans freuen sich darüber, dass Metal wieder Anklang bei "den Jüngeren" findet. Von den Meisten zu reden ist also Deine exklusive Meinung. Denn du redest eher von den ewig Gestrigen, die in Ihrer 80er-90er Suppe baden und alles Neue nicht mögen, egal ob Poppy, Spiritbox, Babymetal, Architects, Ghost oder BMTH etc. Und ich weiß nicht welches Album Du gehört hast, aber sicher nicht "Empty Hands". Es stimmt, dass Poppy ein Händchen hat für eingängige Refrains, das ist sicher eine Stärke der Pop Musik und auch von Poppy. Auch kann man Jordan Fish als Producer klar erkennen. Er hat seinen signifikanten Stil. Den kann man mögen oder nicht. Also kein Hate für Deine Meinung. Wenn die Platte aber objektiv eins NICHT ist, dann ist es rund, ohne Ecken oder mit Alibi Core Elementen. Im Gegenteil. Sie ist eine konsequente Weiterführung von Negative Spaces. Ausserdem ist Poppy nicht Metal. Poppy ist Poppy. Eigenes Genre - beinhaltet Pop, Metal, Metalcore, Industrial, Elektro, Jazz etc (manchmal alles in einem Song). Für mich ist Empt Hands klar eine 10/10. Und sollte Douglas jemals Poppy spielen, dann haben sie einen neuen Kunden mehr *lol*.

    • Vor 20 Tagen

      Schön und gut, Leute. Aber viel wichtiger die Frage: Ist Poppy eigentlich noch Hardcore...?

    • Vor 20 Tagen

      Lieber Partyman, behaupten kannst du viel, glauben tue ich dir kaum was davon. Ich verschließe mich neuer Metal Musik? Komisch, dass ich Bands wie Imperial Triumphant, Opeth, Alkaloid, Blood Incantation etc. liebe. Alles Metal Band die den Metal in die Zukunft transformieren. Es liegt also wohl nicht daran, dass ich neuem Metal nicht aufgeschlossen bin, sondern dass ich halt nach modernen Metal ausschau halte und nicht nach irgendwelche in Pop Melodien getränkte Musik, die wohl an ein junges Publikum angepasst wurde und maximal kommerzialisiert klingt. Ich habe mir schon viele Eindrücke sammeln können. Metalcore wird großteils von Jugendlichen gehört und davon sind 70 % girlies. Das ist die Zielgruppe! Die Metalscene ansich kann damit nichts anfangen, seit wollen die Pop Musik im Metal haben? Das taugt ja höchstens Spasskapelle. Deine 10/10 zeigen auch, dass du als Fanboy wahrscheinlich auch nicht in der Lage bist, hier auch nur einigermaßen rational dranzugehen. Schau dir das Review hier von laut.de an. Einige durchschnittliche Songs, ich möchte kaum sagen Lückenfüller auf dem Album. wie kann das eine 10/10 sein? Völliger Humbug.
      Und ob das Hardcore ist? Wenn dann ist HEARTcore, wenn man mich fragt (sidekick in Richtung Deathgasm2)

    • Vor 20 Tagen

      Seht, es ist Partyman! Gleich neben BleibelieberzuhauseundguckeNetflixundessedabeiBenandJerrysundohverdammtwasmacheichmitmeinemLebenichsollteöfterrausgehenmehrsozialisierenundmehrSportmachenwomen!

    • Vor 20 Tagen

      Ah, okay, das wurde dann also aus Partyboy seit seinem Japan-Verbot?

    • Vor 20 Tagen

      Was haben die girls dir getan, Puschel?? WAS??? :(

    • Vor 20 Tagen

      Bevor ich mich mit Puschels Abrechnung in ideologischer Hinsicht beschäftigen möchte, muss ich erst mal die hohe Diskrepanz der beiden Bewertungen 6/10 sowie 10/10 verkraften. Gott sei Dank sind beide keine Teilnehmer einer Internet-Befragung.

    • Vor 19 Tagen

      Girls haben mir garnichts getan. Ich halte Metalcore einfach für eine feminin ausgeprägte Ausrichtung des Metal Genres. Was auch verständlich ist, da der Metal als solches immer sehr maskulin rüberkam und Frauen höchstens dabeisein durften; ähnlich wie beim Fussball. Beim Metalcore ist dagegen alles deutlich ästhetischer, fragiler, persönlicher, melodischer, ja eben femininer ausgeprägt. Deshalb ist der Anteil weiblicher Fans hier immens! Das passt für mich zusammen. Das hat jetzt mit dem männlich dominierten Metal nicht mehr viel gemeinsam und deshalb rebellieren dagegen auch sehr viele. Aber auch deswegen, weil Metalcore den "Metal" kommerzialisiert, ihm quasi gesellschaftliche Akzeptanz zukommen lässt und das ist eigentlich ein Todesurteil für das, was man insgeheim als Metal Vibe versteht. Ich meine das jetzt nicht mal negativ, das ist für mich eine rein sachliche Betrachtung, und ob das gut oder schlecht ist, soll jeder für sich entscheiden.
      Wenn das jemand aber anders sieht, soll er mir mal erklären, wieso Metalcore zum sehr großen Teil von Jugendlichen gehört wird, davon in einem sehr großem Verhältnis Mädels als Fans agieren. Und z.A., wieso diese Zielgruppe fast ausschließlich Metalcore hört und keine anderen Metal Subgenres. Kein Power, Black, Death, Thrash, Doom, Prog etc, Metal. Wieso ist das so?
      Mich interessieren jetzt keine einzeln erwähnten Ausnahmen, bei denen das anders ist. Schaut euch mal in den Socialen Medien um, dann wisst ihr, dass das Fakten sind!

    • Vor 19 Tagen

      Hast du für dein Geblubber eigentlich auch Quellen parat?

    • Vor 19 Tagen

      Insbesondere für den ersten Satz wären Quellen äußerst hilfreich. *räusper*

    • Vor 19 Tagen

      Wie ich schon schrieb, wenn ihr in den einschlägigen sozialen Medien unterwegs seid (insb. TikTok) und dort in der Metalcore Bubble unterwegs, dann wisst ihr, dass es so ist, wie ich es geschrieben habe.

    • Vor 19 Tagen

      Jop, weil deine Echokammer so viel mit der Realität gemein hat und allgemeingültige Rückschlüsse zulässt...

    • Vor 19 Tagen

      Die Echokammer nennt sich einfach Metalcore Bubble in Social Media, in die ich nicht mal gewollt eingebubbelt wurde. Wieso sollte man daraus keine Rückschlüsse ziehen können? Oder willsat du einfach nur von dem ablenken, was ich eigentlich geschrieben habe? Ich finde das eigentlich alles sehr nachvollziehbar

    • Vor 19 Tagen

      Sagt doch einfach, dass das Album ganz okay ist, aber etwas flach produziert, gemixt und gemastert wurde und dann ist es auch okay. Geb dem Ganzen auch nur 3/5.

    • Vor 19 Tagen

      In der Sache hat Puschel schon recht. Die terminally-online - Spielarten vom modernen Meddel sind schon beeindruckend metro (und verstören zurecht jeden, der sich beim Anblick eines Synthesizers einscheisst).

      Im Gegensatz zum Eichhorn halte ich diese Entwicklung allerdings für einen Fortschritt. Nicht nur funktioniert sie horizonterweiternd in beide Richtungen, wenn man denn möchte, endlich kann man diesen Leuten auch die In Absentia an den Kopf schmeissen, ohne dass sie nach 20 Sekunden zuckend ausmachen. Oder ein Nine Inch Nails - Album, weil auch das hatte immer schon Hooklines, ganz im Gegensatz zu irgendwelchem Holy-Ground-Kastratengesang. Und von da aus ist die Entwicklung idR. auch eine gute (wenn auch nicht besoffen auf Wacken endend).

    • Vor 19 Tagen

      Um die Diskussion mal abzukürzen: Metal ist tot.

    • Vor 19 Tagen

      @Puschel: Naja Du hast Dich mit Deinem männlichen maskulinen Metal Bla Bla Blubb Gelaber gerade selbst disqualifiziert. Und wenn Du lesen könntest habe ich geschrieben, dass Du IMO nur nicht die Mehrheit vertrittst, sondern diejenigen die an alten Stilrichtungen festhalten und nichts Neues zulassen. Und was macht Du? Persönlich beleidigen. Heul halt. Deine zitierten Bands sind übrigens zu 90% musikalisch nicht innovativ. Was nicht heißt, dass sie schlecht sind. Z.B. OPETH (ist sehr geil) wurde 1990 gegründet, nur um Dein Wissen etwas zu aufzufrischen - ols school. Aber genau dass Jugendliche wieder Zugang zu Metal bekommen, gerade über NuMetal Bands, finde ich eben cool. Damit entdecken sie auch den Old School Metal wieder. Sie entdecken auch wieder den Wert von physischen Medien, statt dem Streaming. Deine Social Media Faktenanalyse und Dein TikTok Wissen lasse ich mal so stehen. SoMe und Faktencheck *lol*. Die 10/10 habe ich nur gegeben, damit im Schnitt eine 8/10 bei uns beiden raus kommt, was die reale Bewertung des Albums in meinen Augen wäre. Das aber nur für den Rest, der sich Deinen Hate beim Lesen antut.

    • Vor 19 Tagen

      The Poison / Hand of Blood ist jetzt 20 Jahre alt und genau die selbe Grütze über den Untergang des Metals konnte man damals schon lesen.

    • Vor 19 Tagen

      @part: Wo habe ich wen beleidigt?? Ich schreibe absolut sachlich, nur du liest nicht was ich schreibe, sondern nur was du lesen willst. Weil Opeth 1990 gegründet wurden, können sie keine innovative Musik machen? Die erfinden sich doch auf jedem Album neu! Ich glaube du weisst selbst nicht, was du schreibst! Ich halte an alten Stilrichtungen fest? Ich liebe Musik von Björk, Aphex Twin, DJ Koze, Jazzkantine, James Blake etc. Wirkt das wie jemand auf dich, der nur altes Zeugs hört? Ich höre eigentlich alles, nur dass ich auf eine gewisse Qualität und auch auf künstlerische Werte setze!
      Also du magst nicht wirklich darauf eingehen, was ich geschrieben habe, gut. Das habe ich auch nicht erwartet. Offensichtlich überfordert dich das.

      Aber eine Sache möchte ich generell klarstellen: Es ist nie gut Musik dahingehen anzupassen, aufzuweichen, zu kommerzialisieren, dass sie gesellschaftstauglich wird! Das alle möglichen Zielgruppen davon angesprochen werden. Beim Techno gab es in den 90ern auch den Peak. Dann wurde die Musik komplett kommerzialisiert und Hinz-und-Kunz hat diese Musik plötzlich gehört. Am Ende ist das Ganze explodiert und die Musikrichtung war tot! Wäre die Musik in der Szene geblieben, hätte das nie so geendet! Rein künstlerisch gesehen gibt es keinen Mehrwert dabei, Musik auf komme was wolle, allen Gesellschaftsschichten zugänglich zu machen. Genau das ist doch auch der Reiz von Metal, dass er eben in erster Linie von Metalheads gehört wird, sich andere davon abgeschreckt fühlen und nicht von jedem jugendlichen Girlie gefeiert wird, die gerade noch TakeThat gehört hat. Das ist keine Horizonterweiterung, das ist der kommerzielle Supergau!

    • Vor 19 Tagen

      "Ich liebe Musik von Björk, Aphex Twin, DJ Koze, Jazzkantine, James Blake etc. Wirkt das wie jemand auf dich, der nur altes Zeugs hört?"

      :D

      "Die Echokammer nennt sich einfach Metalcore Bubble in Social Media, in die ich nicht mal gewollt eingebubbelt wurde. Wieso sollte man daraus keine Rückschlüsse ziehen können?"

      Ich sagte allgemeingültige Rückschlüsse. Deine Analysen darüber wer was wann wieso hört ist spekulatives Blabla, sieh's ein. Genauso wie dein Gerede über "Verweichlichung" und dergleichen. Das ist exzellenter Gatekeeper-Talk, der dich nur peinlich aussehen lässt.

    • Vor 19 Tagen

      "Genau das ist doch auch der Reiz von Metal, dass er eben in erster Linie von Metalheads gehört wird, sich andere davon abgeschreckt fühlen und nicht von jedem jugendlichen Girlie gefeiert wird, die gerade noch TakeThat gehört hat."

      Ich mag Puschel jetzt schon. Diese fehlenden Infantilisierungsprozesse sind genau das, was mich am meisten in der Kommentarspalte stört. Weiter So!

    • Vor 19 Tagen

      Rein künstlerisch gesehen gibt es keinen Mehrwert dabei, Musik auf komme was wolle, allen Gesellschaftsschichten zugänglich zu machen. Genau das ist doch auch der Reiz von Metalcore, dass er eben in erster Linie von Girlies gehört wird, sich andere davon abgeschreckt fühlen und nicht von jedem Puschel gefeiert wird, der gerade noch Opeth gehört hat.

    • Vor 19 Tagen

      Ja, können die "Girlies" auch, Metalcore hören und mich abschrecken. Aber sich als Metalhead zu zelebrieren und das ganze als Metal zu bezeichnen, ist einfach Unfug!
      Und leztztlich ging es mir darum zu erläutern, wieso Poppy nicht an mich rangeht, wie das für mich keinen Metal Vibe vermittelt. Ich habe nicht mal was gegen Metalcore, gibt sogar Sachen die ich mag. Ich würde es aber lieber als etwas sehen und fühlen, dass fernab der Metalszene agiert. Etwas eigenständiges. Popcore meinetwegen. Der größte Fehler den die gemacht haben ist es, den Begriffe Metal als Bezeichnung beim Numetal und Metalcore zu verwenden. Die versuchen muikalisch in einer Szene mitzuspielen, wo sie nichts zu suchen haben.Quasi eine Form der kulturellen Aneignung. Und deshalb müssen die sich auch ständig gegenüber der Metalszene, sei es auch nur gegenüber den Gatekeepern rechtfertigen. Das hätte nichts sein müssen.

    • Vor 19 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 19 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 19 Tagen

      An mich geht auf jeden Fall Popocore ran.

    • Vor 19 Tagen

      Du tust jetzt so als würden sich Bands ganz alleine aussuchen, welchem Genre sie zugeordnet werden oder in welcher "Szene" sie mitspielen. Als ob es einer Band möglich wäre, Teil einer Szene zu werden, wenn die besagte Szene sie eigentlich nicht haben möchte. Das ist doch vollkommen realitätsfern.

    • Vor 19 Tagen

      Bei den Bands liegt noch das geringste Problem. Die Fans sind das Problem, die pauschal und überspitzt formuliert, gestern noch Take That gehört haben und jetzt der größte Metalhead auf Erden sind

    • Vor 19 Tagen

      "pauschal und überspitzt formuliert"

      Meinst du nicht, dass das eventuell Teil deines Ptroblems sein könnte?

    • Vor 19 Tagen

      Ja, und!? Ich hab' früher auch Take That und Co. gehört und bin jetzt trotzdem der größte Metal... oh...

    • Vor 19 Tagen

      Auch ich habe früher Pop Musik gehört, gute auch heute noch. Aber ich habe mich dann langsam an Metal rangetastet und habe mit der Zeit immer härteren gehört. Neute höre ich alle möglichen Metal Genres. Nicht nur Metalcore, wie die besagten Kids.

      Ich würde es mal so beschreiben. Die meisten Kids trinken kein Bier, daher gibt es Alkopops. Da ist auch Bie renthalten, aber niemand würde Alkopops als Bier bezeichnen! Und so würde das auch "kein" Metalhead tun, Numetal oder Metalcore als Metal zu bezeichnen!
      Dieser Vergleich ist 100% passend!

    • Vor 19 Tagen

      Tatsächlich trinken die Kids heutzutage deutlich weniger Alkohol jeder Form. Was bedeuten könnte: Kids geben generell weniger auf wackelige Genrebezeichnungen oder intersubjektive Rudelbumsorgien der Gruppen sog. "Metalheads" - und da macht doch ne Öffnung Richtung poppiger(er) Mucke direkt mehr Sinn. Nicht, um damit Genregrenzen aufzuweichen, sondern um anzuerkennen, dass diese Grenzen überflüssig sind..?

    • Vor 19 Tagen

      "Schaut euch mal in den Socialen Medien um, dann wisst ihr, dass das Fakten sind!" Ist das ein Zitat von Donald Trump?

    • Vor 19 Tagen

      Vielleicht macht das für diese Leute Sinn. Wenn dem tatsächlich so ist, dann kann man in einigen Jahren alles was den Metal in Sachen Attitüde ausgemacht hat, auch musikalisch gesehen, komplett vergessen! Ich glaube nicht, dass das der aktuell etablierten Metalszene so bewusst ist.
      Das ist auch das was ich anfangs mal geschrieben habe. Ich halte Metalcore aktuell für eine feminin ausgeprägte Ausrichtung des Metal. Damit wird der ganze maskuline Schmutz (positiv gemeint), der den Metal ausgemacht hat, über Bord geworfen. Metal aus dem Douglas Shop! Ist das die Zukunft des Metal? Na dann gute Nacht!

    • Vor 19 Tagen

      Wenn der "maskuline Schmutz" solche Brüllaffenbands wie Falling in Reverse oder Slaughter to Prevail verantwortet, kann sich der maskuline Schmutz gerne ficken gehen.

      "Wenn dem tatsächlich so ist, dann kann man in einigen Jahren alles was den Metal in Sachen Attitüde ausgemacht hat, auch musikalisch gesehen, komplett vergessen!"

      Blödsinn. :rolleyes: Beides, oldschool und Neues, kann und wird unabhängig voneinander weiter existieren, so wie es bisher auch war.

    • Vor 19 Tagen

      Ich sag dann schon mal Servus, Meddl Loide.

    • Vor 19 Tagen

      Unabhängig voneinander weiter existieren wird leider garnichts! Dem Techno ist es auch so gegangen. Heutzutage gibt es den Techno der 90er eigentlich nicht mehr. Die Kids von heute wissen garnicht mehr, wie Techno eigentlich mal geklungen hat.
      Und genau so wir die Metalszene irgendwan nicht mehr sein, wenn die neuen Generationen ans Ruder kommen. Die Kids hören heutzutage fast ausschließlich Metalcore, keine anderen Metal Genres! Es wird also keine Vererbung geben, der alte Metal wird einfach verschwinden und nur noch von ein paar Exoten abgefeiert werden.

    • Vor 19 Tagen

      Untergang des Abendlandes, früher war alles besser, die Jugend von heute, bla bla bla.

    • Vor 19 Tagen

      Schade, dass du nicht darauf eingehst was ich schreibe. Dir ungewöhnliche Meinungen mit Floskeln abzutun, anstatt sich damit zu beschäftigen, ist einfach.

    • Vor 19 Tagen

      Alter Mann brüllt Wolke an, weil sich Musik weiterentwickelt.

      Es ist sowas von absurd. :LOL:

    • Vor 19 Tagen

      Musik die hauptsächlich von Kids gehört wird. Tolle Weiterentwicklung :)))

    • Vor 19 Tagen

      selbst wenn's stimmt - warum nicht?

    • Vor 19 Tagen

      Meine Güte. Als Kid habe ich Linkin Park, Korn und Slipknot gehört und mich dann nach und nach in härtere Spielarten des Metals wie Black- und Death Metal vorgewagt. Wenn die Kids heute Spiritbox und Poppy als Einstiegsdroge nutzen, ist das doch völlig okay. Besser als so primitive, maskuline Brüllaffenmucke wie Slaughter To Prevail.

    • Vor 19 Tagen

      Na ja laut Puschel sind auch Metallica trotz über 110 Mio verkaufter Alben nicht kommerziell und werden nur von echten maskulinen Old School Metallern gehört - klassische Nischenband, genauso wie Maiden mit 130 Mio *lol*. Und übrigens - Alkopops sind seit Mitte der 2000er Jahre in Deutschland praktisch aus dem Rampenlicht verschwunden bzw. kaum noch verbreitet. Und Charlotte de Witte? Reinier Zonneveld? oder Armin v.B.? Keiner will mehr Techno hören - wo kommen da nur die Erfolge her?! ... Aber egal. Ich respektiere seine Meinung. Im Endeffekt tut es mir leid, weil er soviel geiles Zeugs verpasst.

    • Vor 19 Tagen

      "Musik die hauptsächlich von Kids gehört wird. Tolle Weiterentwicklung"

      Wie alt warst Du, als Du erstmals Metal gehört hast?
      So 13, 14?

      Merkste?

    • Vor 18 Tagen

      Die letzten 3 Kreator-Alben waren allesamt in den Top 3 der deutschen Albumcharts, müssten nach der Logik aber nur von Old School-Hörern gehört werden. Metal ist mittlerweile schon längst im Mainstream angekommen.

    • Vor 18 Tagen

      Acts wie Poppy, Spiritbox oder Loathe und Thornhill sind mir mittlerweile auch lieber, weil mal was Frischeres als der immergleiche, wideraufgewärmte Sound seit 4 oder 5 Alben, nur mit Tendenz zu noch mehr Loudness War von Platte zu Platte.

    • Vor 18 Tagen

      Ich denke, die Old-School Meddler werden für Platz 3 in den Albumcharts ausreichen.

    • Vor 18 Tagen

      Kreator bespielen aber mittlerweile große Hallen und nicht irgendwelche Metalkneipen in Essen, Leverkusen oder Wanne-Eickel. Der Erfolg wird da nicht mehr ausschließlich auf die Old School Meddler-Fraktion zurückzuführen sein.

    • Vor 18 Tagen

      Das Marketing von Nuclear Blast spielt da sicherlich auch eine Rolle.

    • Vor 18 Tagen

      "Wie alt warst Du, als Du erstmals Metal gehört hast?
      So 13, 14? Merkste?"

      Nein Mr. Radiohead, ich merke nichts. Es ging dabei um die Weiterentwicklung des Metals. Als ich angefangen habe Metal zu hören, recht spät, habe ich mit Blind Guardian angefangen, weil ich mittelaterliche Musik liebe.
      Der Punkt ist jetzt, ich habe niemals behauptet, dass das was ich in dem Moment gehört habe, eine Weiterentwicklung des Metals ist!
      Merkste?

    • Vor 16 Tagen

      "Girls haben mir garnichts getan."

      Das tut mir leid, Bro :(

      Vielleicht könnte es helfen, mehr zuzuhören? Ab und an mal eine ernst gemeinte Frage zu stellen? Häufiger eine Dusche nehmen? Ich wünsche dir nur das Beste, Dude!

    • Vor 16 Tagen

      Goil, was hier erdünkt wird, wie irgendwelche Kids dünken...aber ich gebe bei einem schon recht... vielet hört sich metalcorig gleich-kotzig an (Screamo) ... da zitiere ich die Jungs von sodomized, der Sound macht die Musik: Einach mal ab Minute 20 reinziehen , nuff said': https://www.youtube.com/watch?v=LYk0kY-WWAs

  • Vor 19 Tagen

    "Lieber Partyman, behaupten kannst du viel, glauben tue ich dir kaum was davon."

    Also so wie du hier random Sachen einfach mal behauptest?

    "Ich halte Metalcore einfach für eine feminin ausgeprägte Ausrichtung des Metal Genres."

    Hier zeigst du ja klar, dass es dir um deine subjektive Meinung und nicht um Fakten geht. Ich könnte jetzt auch sagen, dass meine Meinung ne andere ist, weil ich auf Metalcore-Konzerten entweder ne recht gleiche Verteilung der Geschlechter, bzw. eher immer noch eine klare Überrepräsentation von Männern sehe. Who the fuck cares?

    Die Leute sollen hören und geil finden, was sie wollen. Und ich persönlich hab als Mann mittlerweile auch lieber Sachen wie Spiritbox, Jinjer, Architects usw. als den ständigen, sich kaum weiterentwickelten Metal über Krieg, Helden, Saufen, der von Ewig-Gestrigen gegatekeept wird, wie der heilige Gral.

    • Vor 19 Tagen

      Nun ich habe andere Erfahrungen gemacht, auch auf Konzerten. Aber jedem das seine. Aber der Metalcore ist keine Weiterentwicklung des Metal! Er ist eine Verkommerzialisierung des Metal, eine Verweichlichung, Anpassung an den kleinsten gemeinsamen Nenner, damit auch Metal ferne Zielgruppen damit etwas anfangen können. Poppy würde ohne e-Gitarren und Screams, wie pure Pop Musik klingen. Deswegen höre diese Zielgruppe auch nahezu keine anderen Metal Subgenres. Weil die mit Metal eigentlich nicht viel anfangen können. Man muss diese Musik schon so anpassen, dass die sich inn ihren Hörgewohnheiten nicht gestört fühle. Weiterentwicklung des Metal, das führen Bands wie Imperial Triumphant, Opeth, Alkaloid, Blood Incantation, Ulver etc. fort.

    • Vor 19 Tagen

      "damit auch Metal ferne Zielgruppen damit etwas anfangen können."

      Und das ist in deiner Welt etwas negatives?

    • Vor 19 Tagen

      "Weiterentwicklung des Metal, das führen Bands wie Ulver etc fort"

      Ulver hat schon seit Ewigkeiten nix mehr mit Metal zu tun. Was die machen ist eher eine Verweichlichung, Anpassung an den kleinsten gemeinsamen Nenner, damit auch Metal ferne Zielgruppen damit etwas anfangen können.

      Merkste dass das dumm klingt, mmh?

    • Vor 19 Tagen

      "Poppy würde ohne e-Gitarren und Screams, wie pure Popmusik klingen."

      Taylor Swift würde mit fetten E-Gitarren Riffs und Double-Bass Gewitter wie Metal klingen.

      Die Beatles mit gutturalem Gesang und Blast Beats würde wie Death Metal klingen.

      Tupac ohne Beats, aber mit Akustikgitarre und Gesang wie ein Singer/Songwriter der vom Leben in der Hood erzählt.

      Wäre es noch Metal, wenn man von den von dir genannten Bands die E-Gitarren, fetten Drums und den gutturalen Gesang wegnimmt? Würdest du es noch hören und feiern, nur weil die Attitüde noch stimmt?

      Mich stört nicht deine Meinung, die darfst du da haben und deine subjektive Wahrnehmung darf diese auch gerne beeinflussen. Was mich stört ist deine Argumentation die sehr dünn, sehr unreflektiert und wie im gerade von mir genannten Beispiel einfach auch komplett realitätsfremd ist.

    • Vor 19 Tagen

      "Metal ferne Zielgruppen" sind für die Musik selbst, für die Kunst etwas negatives. Wenn "Metal ferne Zielgruppen" plötzlich Metal hören, dann ist der Metal, die Musik derart an den massentauglichen Geschmack angepasst worden, dass es eigentlich kein Metal mehr ist! Zumindest für die, die dem Metal als Kunstform ernst nehmen.

      Ulver bringen auch immer noch, immer wieder Rock/Metal Alben heraus, sie experimentieren viel und probieren sehr viel aus. Immer mit dem Fokus auf Innovation, nicht darauf, kommerziell erfolgreiche Musik zu machen.
      Aber sie ist eher eine Band die experimentiert, weniger mit dem Fokus den Metal weiterzubringe. Das stimmt.

      "Taylor Swift würde mit fetten E-Gitarren Riffs und Double-Bass Gewitter wie Metal klingen."

      Ja und nein, sie würde wie Poppy klingen! Und dazu habe ich ja jetzt schon einiges geschrieben.

      "Wäre es noch Metal, wenn man von den von dir genannten Bands die E-Gitarren, fetten Drums und den gutturalen Gesang wegnimmt? Würdest du es noch hören und feiern, nur weil die Attitüde noch stimmt?"

      Ja das würde ich! Es gibt wunderbare akustische Werke, mit einer gewissen Metal Attitüde.
      Von Opeth gibt es diese Werke. Von Einar Solberg, der Sänger von Leprous gibt es wunderbare Werke, die ansich nichts mehr mit Metal zu tun haben, aber den Vibe und das Herz dazu vermitteln. Das ist ein wichtiger Punkt! Metal ist nicht nur fette Riffs, brachiales Schlagzeug und Screams. Metal ist viel mehr und davon ist bei Poppy und Metalcore generell fast garnichts zu vernehmen! Blind Guardian ohne Schlagzeug, E-Gitarren ist immer noch "Metal", in gewisser Weise! Poppy ohne E-Gitarre und Screams ist Pop Musik!

      "Mich stört nicht deine Meinung, die darfst du da haben und deine subjektive Wahrnehmung darf diese auch gerne beeinflussen. Was mich stört ist deine Argumentation die sehr dünn, sehr unreflektiert und wie im gerade von mir genannten Beispiel einfach auch komplett realitätsfremd ist."

      Nun ich kann meine Aussagen bzgl. Jugendliche, Girls etc. nicht beweisen. Aber ich weiss was ich erlebt und erfahren habe. Ich lasse mir da auch nichts anderes erzählen, weil ich über einen langen Zeitraum hinweg meine Erfahrungen gemacht habe und diese eindeutig sind. Die restlichen Aussagen von mit sind ja auch für mich nachvollziehbare Interpretation, aber es gibt eigentlich kaum einen hier, der darauf wirklich eingeht.

    • Vor 19 Tagen

      "Ulver bringen auch immer noch, immer wieder Rock/Metal Alben heraus"

      Nein. Die haben seit Perdition City nichts mehr mit Metal am Hut gehabt.

      "Aber ich weiss was ich erlebt und erfahren habe. Ich lasse mir da auch nichts anderes erzählen"

      Jo, nennt sich anekdotische Evidenz und ist zur Argumentation halt vollkommen wertlos, u.a. deshalb geht niemand darauf ein.

    • Vor 19 Tagen

      Du kannst wenn möchtest selbst recherchieren, sogar online. Einfach in TikTok der Metalcore Bubble folgen. 90% Jugendliche und davon gefühlt 80% junge, tlws. sehr cringe Mädels!

    • Vor 19 Tagen

      Klingt doch super. :D Ich hätte das in deinem Alter zu schätzen gewusst. In meiner Metal-Bubble damals waren nur weirde Typen mit fettigen Haaren, außer mir, ich hab L'Oreal benutzt!

    • Vor 19 Tagen

      Wenn am Ende Metal aber nix anderes als Attitüde ist, unterstelle ich Poppy und vielen anderen durchaus eine Metalattitüde zu haben (was genau das auch immer meint). Nämlich Leidenschaft für das zu haben was man tut, Grenzen auch mal zu überwinden und ihre Hörerschaft eben nicht danach zu beurteilen, welchen Geschlechts sie sind oder welche Subgenres sie noch feiern oder nicht.

      Wenns dir aber eher darum geht Corpsepaint und ne nach Bier stinkende Jeans Kutte zu tragen und Devil Horns zu zeigen, dann ja dann ist sies Gott sei Dank nicht.

    • Vor 19 Tagen

      Nein, Leidenschaft alleine ist kein Alleinstellungsmerkmal von Metal. Jede Musikrichtung hat leidenschaftliche Musiker!
      Mir gehts nicht direkt um Corpse Paint, Kutte etc. Aber diese u.a. Elemente heben den Metal von alltäglichem Dasein ab, schreckt Normalsterbliche ab, ist wie eine kleine Revolte und steht für eine bestimmte Szene. Da stärkt den Szenenzusammenhang.
      Was bleibt von der Magie der Goth, Gruftieszene (viel Magie ist da eherlich gesagt auch nicht mehr), wenn jeder Hinz-und-Kunz mit Gruftie Klamotten rumläuft und sich als Goth verkauft? Nichts! Diese Szene behält nur so lange ihre Magie, so lange sie sich nicht verkauft. Den Werten ihrer Kunst treu bleibt und nicht versucht, jede erdenkliche Zielgruppe für ihre Kunst zu gewinnen. Weil sie dazu ihre Kunst vergewaltigen, aufweichen, verkommerzialisieren müsste.
      Und das ist nur der rein optische Aspekt. Das gilt auch für die Musik!

    • Vor 19 Tagen

      „ Einfach in TikTok der Metalcore Bubble folgen. 90% Jugendliche und davon gefühlt 80% junge, tlws. sehr cringe Mädels!“

      Ok Boomer.

    • Vor 19 Tagen

      Glaub mir, ich bin kein Boomer! Es ist einfach so, wie ich es geschrieben habe! Wenn du es selbst siehst, weisst du was ich meine

    • Vor 18 Tagen

      Die Diskussion ist trotzdem 1a "warum ist das nicht mehr meine kleine homgone Heimat mit all ihren Insides, sondern ein interkulturelles Biotop geworden? Buhu! Holy Ground, sonst alle schwul!".

      Erzähl das den Leuten, die jetzt in der Mittelstufe gemeinsam zur Klassik, dann zum Hip-Hop-Jam und dann zu Turnstile gehen, statt sich wie noch vor 20 Jahren gegenseitig übern Pausenhof zu treten. Was ne Tragödie.

    • Vor 18 Tagen

      Nur zu nem Metalkonzert gehen die nicht, weil sie Metalcore hören; und das hört man dann auch ausschließlich! Sind aber gleichzeitig die größten Metalheads und Metal-Experten der Welt. So komplett anders, als alle anderen, dabei machen sie das anderssein und die Seele des Metal gerade zu nichte.

    • Vor 18 Tagen

      Weißt du was mega spannend ist? Mal davon abgesehen, dass du andere für das kritisierst, für das du hier die ganze Zeit stehst?

      Es sind immer nur irgendwelche Dullis im Internet, die gatekeepen, andere Metalarten abwerten und sich selbst als die Verfechter des "wahren Metals" ansehen.

      Die, dies eigentlich leben, nämlich bekannte Metalbands, kritisieren immer nur eben genau diesen Umgang und eben besagtes Gatekeeping. Die es eben begrüßen, dass Metal neue Zielgruppen erschließt, sich weiterentwickelt und eine Musikrichtung ist die für alle offen ist, nicht nur für Typen Ü50 mit Bierschaum im Bart...

    • Vor 18 Tagen

      Das ist verständlich, ich würde das als Musiker auch nicht anders handhaben, andere Künstler in der Form zu kritisieren, sondern mich auf meine Musik konzentrieren. Da ich aber nunmal Konsument bin, muss ich da keine Rücksicht nehmen. Ich sage wie es ist! Zudem ist er der Wunsch der meisten Musiker, auch von ihrer Arbeit leben zu können, daher sehe sie eine Erweiterung der Zielgruppe häufig als notwendiges Übel an. Nicht alle ziehen ihr Ding derart puristisch durch, dass sie sich damit zufrieden geben ein Leben lang vor 100-300 Menschen zu spielen. Natürlich wünschen die sich mehr. Das ist einerseits menschlich gesehen verständlich, künstlerisch gesehen aber Unfug. Und ich als Konsument bewerte rein die Kunst und nicht, ob es akzeptabel ist, dass der Künstler seine Musik kommerziell aufweicht, damit er mehr Geld verdient und mehr Leute erreicht. Echte Kunst ist kompromisslos!

    • Vor 16 Tagen

      "Und ich als Konsument bewerte rein die Kunst..."

      Du bewertest die ganze Zeit Menschen, Schnuckel, und das auf eine ziemlich drollige Art, möchte ich sagen ;)

    • Vor 16 Tagen

      Naja, die Kunst entsteht durch den Künstler, die Diskussionen hier dagegen drehten sich hauptsächlich um die Fans. Also nicht Bananen mit Äpfel in den Korb werfen ;-)

    • Vor 16 Tagen

      Drollig, dieser Puschel. Ich mag es, wenn verblendete Metallköpfe hier ihre hängengebliebenen Predigten von Stapel lassen.

    • Vor 15 Tagen

      Ich nehm das drollig mal als Kompliment

    • Vor 15 Tagen

      Ich möchte dich zudem inständig bitten, so einen Wuschel-Hund als Profilbild zu nehmen. Einen sich in der Luft, aufgrund eines Spaziergangsprungs, befindlichen Zwerspitz, bitte.

    • Vor 15 Tagen

      Exactly, so stelle ich mir das vor! Bitte umsetzen, Puschel.

    • Vor 15 Tagen

      Und den Zwergspitz bitte mit ner weniger gatekeependen Persönlichkeit koppeln, andernfalls die Löschung einleiten, danke

    • Vor 14 Tagen

      Auch noch unverhohlen Ansprüche stellen, tsts..
      Finde ich aber jetzt unfair, dass du dir die Guðmundsdóttir an Revers heften darfst und ich muss mit nem fliegenen Wollknäul vorlieb nehmen :-(

  • Vor 19 Tagen

    @Rambo: Nun ich habe andere Erfahrungen gemacht, auch auf Konzerten. Aber jedem das seine. Aber der Metalcore ist keine Weiterentwicklung des Metal! Er ist eine Verkommerzialisierung des Metal, eine Verweichlichung, Anpassung an den kleinsten gemeinsamen Nenner, damit auch Metal ferne Zielgruppen damit etwas anfangen können. Poppy würde ohne e-Gitarren und Screams, wie pure Pop Musik klingen. Deswegen höre diese Zielgruppe auch nahezu keine anderen Metal Subgenres. Weil die mit Metal eigentlich nicht viel anfangen können. Man muss diese Musik schon so anpassen, dass die sich inn ihren Hörgewohnheiten nicht gestört fühle. Weiterentwicklung des Metal, das führen Bands wie Imperial Triumphant, Opeth, Alkaloid, Blood Incantation, Ulver etc. fort.

    • Vor 19 Tagen

      "Aber jedem das seine."

      Außer den Leuten, die Metalcore mögen, mmh?

    • Vor 19 Tagen

      Metalcore im Metal besonders hervorzuheben, ist halt wie Electroswing statt Swing zu hören, oder Phonk statt Memphis Rap. Daran ist nichts falsch! Aber dieser Unmut gegen Leute die das Original vorziehen, muss auch nicht sein.

    • Vor 19 Tagen

      Mich würde mal interessieren, wo Opeth irgendwas kreativ fortführen. Die verwalten m.E. ihren Stil, auf hohem Niveau definitiv. Aber da kommt doch nix "Neues" mehr von denen, nichts zukunftsweisendes.
      Und Imperial Triumphant machen noices Geballer, aber ist auch nur reine Genremusik. Wo ist da denn die die große Innovation? Die machen auch nur weiter, was Bands wie Pestilence und Atheist 1990 rum schon begonnen haben.

    • Vor 19 Tagen

      "Außer den Leuten, die Metalcore mögen, mmh?"

      Das war bezogen darauf, dass jeder hören und mögen soll was er will. Dagegen habe ich auch nie etwas gesagt.

      Ja, Opeth haben ihren Stil. Opeth hört man immer heraus. Ich höre sie seit Blackwater Park nicht kaum noch, weil ihrer neuer Stil mich nicht mehr anspricht. Sie bewegen sich dennoch immer in ihrem musikalischen Kosmos, auch wenn jedes Album komplett anders klingt. Ich glaube das wirst du auch kaum leugnen können.

      Imperial Triumhpant sehe ich eher als Tech Death Metal an und die bringen mit ihrem avantgardistischen Stil den Death Metal durchaus ein gutes Stück weiter. Auch wenn sie nicht die erste Band sind die das so fabrizieren. Das als Noise geballer zu bezeichnen verfehlt den Stil der Band komplett! Aber du hast recht, dass die jetzt nicht mit jedem Album das Rad neu erfinden, das wollen die Fans auch garnicht! Die haben zuletzt übrigens ein komplettes Piano Album rausgebracht. Gefällt mir nicht, passt aber irgendwie zur Band.
      Oder auch eine fantastische Band ist Pain Of Salvation, also Prog Metal. Alleine das Album Panther, innovativ, einzigartig, fantastisch! Jedes Album klingt komplett anders.

    • Vor 19 Tagen

      Ich sagte nicht Noise Geballer, ich sagte noices (nices) Geballer. Lesen, Junge!

      "Alleine das Album Panther, innovativ, einzigartig"

      Böse Zungen würden behaupten, dass sie da zu bemüht versucht haben, Leprous abzukupfern :whiz:

      "Ja, Opeth haben ihren Stil. Opeth hört man immer heraus. Ich höre sie seit Blackwater Park nicht kaum noch"

      Versteh ich richtig, du schriebst zuvor die wären "zukunftsweisend" o.ä., aber eigentlich hörst du sie gar nicht mehr? Erlaube mir, dich fachgerecht aufzuklären: In ihrer 70s-Prog-Phase wurden sie das genaue Gegenteil von zukunftsweisend, nämlich vergangenheitsweisend, und seitdem sie die Härte wieder mit rein genommen haben klingen sie wie in den 200ern, aber mit noticeably weniger packendem Songwriting. Ist auch in Ordnung so, die Jungens werden älter und haben mehr Meisterwerke veröffentlicht als viele andere Gruppen es jemals schaffen. Nur, zukunftsweisend ist an denen halt nullkommagarnix. Ihre mit dem neuesten Albung klare Rückbesinnung zu ihrer musikalischen Vergangenheit dürfte dies überdeutlich demonstrieren...

    • Vor 19 Tagen

      *2000ern, freilich. Wie in den 200ern klingen Bands schon lange nicht mehr, könnte auch mal wiederkommen, ma sagen!

    • Vor 19 Tagen

      Zukunfstweisend, weil Opeth ihre Prog Wurzeln aus den 90ern, die auch sehr vom 90er Black Metal geprägt sind, mit einer eher moderneren Prog Metal Mixtur versehen. Meiner Meinung nach gibt es keine Band die klingt wie Opeth. Ich mochte lieber ihre 90er Phase, mit Morningrose als Peak Album! Diese Atmosphäre haben sie zu gunsten einer eher klassischen Prog anbiederndem (nicht negativ gemeint) Atmosphäre verloren verloren. Daher gefallen sie mir nicht mehr so sehr, dennoch schätze ich ihre Schaffen. Das ist kein Widerspruch! Ob sie zukunftsweisend sind, was ist das überhaupt? Sie bleiben jedenfalls nicht stehen und veröffentlichen immer noch großartige Musik. Das ist für mich zukunftsweisend.
      Bzgl. Panther sehe ich das anders. Man kann Parallelen zu Leprous erkennen, aber ich finde das Album komplett eigenständig!

      Das ist in dieser Hinsicht aber durchaus Geschmacksache. Ob Opeth, Leprous oder Pain Of Salvation; Erstklassigere Metal Bands als diese, muss man suchen.

    • Vor 19 Tagen

      "Ob sie zukunftsweisend sind, was ist das überhaupt?"

      Keine Ahnung, du hast diesen oder einen ähnlichen Begriff ins Spiel gebracht, nicht ich. Bin gerade nicht gewillt, die drölf Millionen Posts zu durchsuchen, aber bin mir sicher.

      "Das ist in dieser Hinsicht aber durchaus Geschmacksache."

      Außer man ist weiblich, jung und mag Metalcore, dann wird es plötzlich bedrohlich füpr die äh "Integrität" des Metals, stimmt's? ;-) Bin damit raus, schönen Tach noch.

    • Vor 19 Tagen

      Nein, eigentlich habe ich den Begriff nicht eingebracht. Sondern irgendwer hat gemeint, dass Metalcore die Zukunft des Metal ist. Und da bin ich anderer Meinung, weil Metal sonst tot ist! Der Metal entwickelt sich aus der Metalszene heraus, dann ist es eine gesunde, nachhaltige Entwicklung. Der Metalcore ist aktuell nur ein Hype, der hoffentlich schnell wieder geerdet wird!

  • Vor 18 Tagen

    Songs können was, Poppy als (Metal-)Artist ist auch schon echt gut. Wie kann eigentlich die Laut-Redaktion diese ganze misogyne Gatekeeper-Scheiße hier stehen lassen? Metal hatte schon immer was mit Aufbegehren, Rebellion und so zu tun. Und das unabhängig von irgendwelchen Subgenres und ach so harten Spielarten. Puschel und co ... Ihr nervt. Ihr seid kleine Kack-Kinder, die sich sonst wie profilieren müssen. Lasst es. Geht euch auf eure harte Mucke einen keulen und lasst den Rest der Menschheit in Ruhe.

    • Vor 18 Tagen

      Das ist keine Rebellion, das ist Zersetzung und hat nichts mehr mit den Urvätern und deren Erbe und Absichten zu tun. Geh also selber kacken. Du hast absolut keinen Peil von Metal und seinen Werten. Dich brauchen wir nicht.

    • Vor 18 Tagen

      Was für eine reaktionäre Dreckscheiße. Urväter. Ich vermute, die Urväter ... Led Zep, Deep Purple, Priest und co ... Ich vermute, dass die hauptsächlich irgendwann Geld verdienen wollten :D

    • Vor 18 Tagen

      Und Weiber flachlegen. Jede Menge.

      Die neuen Industry-Plants dagegen setzen sich für so moderne Dinge wie "Consent" und "Diversity" ein. Bäh.

  • Vor 18 Tagen

    Resümäh:

    Mettaly ist für Hardcore einfach nicht poppig genug.

  • Vor 12 Tagen

    Uff, was ist denn hier los? So viele Kommentare