laut.de-Kritik

Gewohnt fetter Mix aus Dancehall, Nu Metal und Alternative.

Review von

Auf Festivals war die Truppe um Fronter Benji stets ein Garant für gute Unterhaltung und fette Beats, daran hat sich im Laufe der Jahre nichts geändert. Und das gilt größtenteils auch für Skindreds neuem Album "You Got This".

Ihr wollte fette Riffs und satte Grooves auf die Omme? Dann ist der Opener und Titeltrack genau das, was ihr braucht. Mit ein paar Backing-Chören kommt hier fast Stadionfeeling auf. Euch steht der Sinn eher nach relaxter Lounge-Mucke? Dann fangt eben mit "Can I Get A" an. Hier treffen relaxte Klavierklänge auf ein paar sexy Loops, und über allem thronen immer die smoothen Raps und catchy Gesangslinien von Benji Webbe.

Darauf folgt das von der Grundstimmung her recht düstere "Born Fe Dis", bei dem die Fans live auf jeden Fall steilgehen werden, inklusive der Busta Rhymes-Gedächtnis-Shouts. Apropos Gedächtnis-Tracks: "This Is The Sound" könnte auch von Limp Bizkit stammen und bounct genauso fett auf der Tanzfläche.

"Big Em Up" schlägt in eine ähnliche Kerbe, macht aber irgendwie einen schlapperen Eindruck. Relaxte Reggae-Nummern gibt es mit "Broke" und "Give Thanks", dazwischen bremst das weitgehend verzichtbare "Glass" den Spaß aber merklich aus. Der Refrain hat zwar eine wunderschöne Melodyline, die Strophe ist aber vollkommen belanglos.

Letztendlich geht der bekannte Mix aus Dancehall, Nu Metal und Alternative weitgehend auf, vor allem, wenn man sich von den ersten drei, vier Songs der Scheibe packen und mitreißen lässt. Dann verzeiht man die wenigen eher mittelmäßigen Nummern um so leichter und rückt eventuell noch mal nen Punkt mehr in der Wertung raus. Ich bleib heute mit dem Arsch am Boden und geb deswegen nur drei.

Trackliste

  1. 1. You Got This
  2. 2. Can I Get A
  3. 3. Born Fe Dis
  4. 4. This Is The Sound
  5. 5. Broke
  6. 6. Glass
  7. 7. Big Em Up
  8. 8. Do It Like This
  9. 9. My People
  10. 10. Give Thanks

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